, 22.12.2018

Bessere Displays, Grafiken und Animationen – auch in diesem Jahr warteten die Entwickler klassischer Spielautomaten und ihrer Online-Pendants wieder mit zahlreichen Neuerungen auf. Während online wie offline bei immer mehr Games die innovative Virtual Reality-Technologie eingesetzt wird, mussten viele Geldspielgeräte den verschärften rechtlichen Bedingungen in Deutschland angepasst werden. Hier ein Überblick über die Entwicklungen des Jahres 2018.

 

Videogames werden zu virtuellen Welten

Was im eSports-Bereich bereits gang und gäbe ist, breitet sich auch in der Spielautomaten-Szene immer weiter aus: Der Einsatz von Technologien rund um Virtual Reality (VR), um für die Spieler immer realistischere Szenarien zum Leben zu erwecken.

VR in der Gaming-Branche
Hauptgrund für das große Potential von VR ist die rasante technische Entwicklung, die es den Software-Programmierern ermöglicht, immer bessere Spiele zu kreieren. Dabei setzen sie mit VR auf einen Markt, dem eine rosige Zukunft prognostiziert wird. Experten gehen derzeit davon aus, dass die Umsätze von Virtual Reality-Casinos bis 2022 jährliche Wachstumsraten von über 50 % erleben dürften.

Obwohl Glücksspiel-Konzerne wie William Hill oder 888poker bereits mit der Technik experimentieren, sind die Einnahmen derzeit noch relativ gering. Schätzungen zufolge dürften sie bis 2022 jedoch auf dann umgerechnet über 300 Millionen Euro steigen.

Eine Kooperation zwischen den Spieleherstellern von Boyd Gaming mit den VR-Spezialisten von International Game Technology hat bereits zur Entwicklung des weltweit ersten VR-Casinos geführt. Dieses entstand – natürlich – in dem Spielerparadies Las Vegas, wo Zocker seit diesem Sommer im Orleans Hotel and Casino nach Belieben in eine virtuelle Slot-Welt eintauchen können.

 

Jetzt setzen auch Online Casinos auf VR

VR-Casino

Willkommen im VR-Casino (Bild: blog.vive.com)

Der VR-Trend beschränkt sich jedoch nicht nur auf die landbasierten Casinos. Inzwischen gehen die Softwarefirmen dazu über, den Online Casinos vergleichbare Möglichkeiten anzubieten. Das führte dazu, dass 2018 auch das weltweit erste VR Online Casino eröffnet wurde, bei dem die Kunden mit echtem Geld in einem virtuell animierten 3D-Umfeld zocken können.

 

Das Casino läuft unter der Marke des Anbieters SlotsMillion. Dieser greift für die VR-Automaten auf existierende Games von Herstellern wie NetEnt oder Microgaming zurück und fügt diesen VR-Elemente wie 3D- und 360 Grad-Ansichten hinzu, wodurch die User in einer animierten virtuellen Umgebung zocken können.

 

Wie das in der Realität aussieht, zeigen die Spieleentwickler von Evoplay, die mit einer neuen Version ihres Bestsellers Necromancer einen Virtual Reality-Slot auf den Markt gebracht haben. Dank 3D-Grafik und 360 Grad-Rundumblick tauchen die Spieler in eine aufwändig gestaltete Fantasy-Welt ein, wo sie sich auf die Jagd nach lukrativen Gewinnen und Freispielen machen können.

 

Investitionen in die Ausstattung der Slots

In diesem Jahr wurde offensichtlich, dass Firmen wie Bally Wulff oder Merkur wieder mehr in die optische Aufmachung ihrer Geräte investierten. Das lässt sich besonders an den viel besseren Sounds der neuen Automaten festmachen, deren Lautsprecher den Spielen nun sehr viel mehr Klang verleihen.

 

Auch die Darstellungsmöglichkeiten wurden an den Automaten überarbeitet. Um den Spielern ein besseres Erlebnis zu bieten, kommen immer mehr hochwertige HD-Displays zum Einsatz, die mittels moderner LED-Beleuchtung sehr viel attraktiver daherkommen, als die Geräte der letzten Generation. Die Investitionen der Hersteller zeigen also, dass sich die Unternehmen auch weiterhin gute Umsätze mit den Spielautomaten versprechen.

 

Rechtliche Beschränkungen führen zu Neuerungen bei Spielautomaten

Neben den Änderungen, die die Automatenhersteller für ein besseres Kundenerlebnis in ihre Slots integriert haben, müssen sie die rechtliche Lage beachten. In diesem Jahr erzwang die Neufassung der Spielverordnung (SpielV) einige Änderungen, da sie den Produzenten und Aufstellern sehr viel schärfere Richtlinien vorgibt.

 

Videospiel

Geschicklichkeit ist gefragt (Bild: Pixabay)

Die SpielV wurde zwar bereits 2014 vom Wirtschaftsministerium auf den Weg gebracht, doch die großzügigen Übergangsfristen liefen erst am 10. November 2018 aus. Hauptgrund der Verordnung ist ein wirksamerer Schutz der Kunden vor Spielsucht und zu hohen finanziellen Verlusten, weshalb bei den Slots eine Reihe von Einschränkungen gefordert wurden.

 

Die erforderlichen Änderungen sind vor allem technischer Natur. So wurden die zu setzenden Maximalbeträge wie auch die Hauptgewinne reduziert. Auch an der Mindestdauer der Spiele sowie der Funktion des Auto-Plays wurde gedreht, um die Spieler künftig besser zu schützen. Im Gegensatz zu den visuellen Verbesserungen sind diese Neuerungen äußerlich allerdings kaum zu erkennen.

 

Anbieter setzen vermehrt auf das Können der Spieler

Egal ob in der Spielhalle um die Ecke oder im Online Casino: Der Erfolg bei den Spielautomaten hängt vom Glück und nicht von der Geschicklichkeit ab. Dieses System funktionierte über Jahrzehnte, doch inzwischen möchten immer mehr Spieler auch eigene Akzente setzen.

 

Deshalb hat eine Reihe von Herstellern in den letzten zwölf Monaten reagiert, denn sie bieten ihren Kunden jetzt vermehrt Geräte an, bei denen es neben Glück auch auf das Können der Zocker ankommt. Anstatt nur neue Spins zu starten, können Spieler dort die Gewinnwahrscheinlichkeit durch schnelle Reaktionen zu ihren Gunsten erhöhen. Beispiele hierfür sind Automaten wie Pharaoh’s Secret Temple von den Pirates Gold Studios oder Danger Arena von Gameco, die jüngst in den USA eingeführt wurden.

 

Bisher sind diese Geräte leider noch nicht in Deutschland anzutreffen. Doch wenn das Beispiel Schule macht, dürften im kommenden Jahr weitere Hersteller nachziehen und auch hierzulande vergleichbare Automaten auf den Markt bringen. Spieler, denen nach mehr Abwechslung und Aktivität ist, dürften es ihnen sicherlich danken.

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