, 09.02.2021

Durch die Pandemie-bedingten Schließungen entgehen Spielbanken und somit auch der Staatskasse Einnahmen in Millionenhöhe. Laut Nachrichtenportal nordbayern.de sieht die Staatliche Lotterieverwaltung des Freistaates trotz massiver Ertragseinbußen im Jahr 2020 bedingt positiv in die Zukunft.

 

50 % weniger Spielbank-Besuche

 

Wie weite Teile des übrigen Freistaates sind auch die Spielbanken in Bayern seit dem 1. November 2020 wieder in der Zwangspause. Es ist der zweite Lockdown, nachdem die Glücksspielhäuser nach achtwöchiger Schließung am 10. Mai ihre Arbeit mit begrenztem Angebot wieder aufgenommen hatten. Ab dem 15. Juni hatten Spieler unter Auflagen auch wieder an den Tischen spielen dürfen.

 

Insgesamt, so berichtet das Portal nordbayern.de, hätten die bayerischen Spielbanken im vergangenen Jahr rund 57 Mio. Euro eingenommen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeute dies einen Einbruch um 34 %.

 

Die Gästezahlen zeigten die Auswirkungen der Pandemie noch deutlicher: Mit 366.000 habe es lediglich die Hälfte der Casino-Besuche des Vorjahres gegeben.

Im Auftrag des Freistaates Bayern betreibt die Staatliche Lotterieverwaltung neun Spielbanken. Insgesamt sind eigenen Angaben zufolge in den Häusern in Bad Wiessee, Feuchtwangen, Garmisch-Partenkirchen, Lindau, Bad Kissingen, Bad Füssing, Bad Reichenhall, Bad Kötzting und Bad Steben rund 690 Mitarbeiter angestellt, die sich aktuell überwiegend in der Kurzarbeit befinden.

Anlass zum Optimismus?

 

Trotz der Herausforderungen der vergangenen Monate habe sich die Staatliche Lotterieverwaltung mit Blick auf das Jahr 2021 durchaus optimistisch gezeigt. So habe es 2020 vor den Corona-bedingten Schließungen mit einem Plus von 28 % einen deutlichen Aufwärtstrend im Vergleich zum ebenfalls erfolgreichen Vorjahreszeitraum gegeben. An diesen hofften die Spielbankenbetreiber anknüpfen zu können:

Um die Sicherheit der Gäste sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich sicher zu stellen, wurde ein umfassendes Hygienekonzept für das Automatenspiel sowie für das Große Spiel erarbeitet (…) Aufgrund der positiven Entwicklung vor der Schließung der Spielbanken rechnen die Spielbanken nicht mit einem dauerhaften Einbruch der Zahlen.

Aktuell gilt, dass die neun Spielbanken in Bayern bis einschließlich 14. Februar geschlossen bleiben. Ob die Casinos jedoch tatsächlich mit dem Beginn der kommenden Woche wieder ihre Pforten öffnen, ist unklar:

 

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder präsentiert sich aktuell auf Bundesebene als einer der größten Befürworter für die Fortsetzung rigider Corona-Maßnahmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass er in seinem eigenen Bundesland schnelle Lockerungen umsetzt, die auch eine zeitnahe Wiedereröffnung von Spielbanken umfassen, gilt daher als fraglich.

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