, 29.05.2020

Weltweit müssen aufgrund der Covid-19-Pandemie noch immer Sportveranstaltungen abgesagt werden. Für viele Wettanbieter hat dies hohe Umsatzverluste zur Folge. Doch eine am Mittwoch veröffentlichte Analyse des Nachrichtenportals Axios [Link auf Englisch] zeigt, dass die Aktien einiger Sportwettenanbieter während der Corona-Krise besser als der Aktienindex S&P 500 performt haben, welcher die 500 größten US-Börsenunternehmen umfasst.

 

Insbesondere die Wertpapiere der Unternehmen DraftKings und Penn National Gaming hätten positiver als der Großteil des Marktes abgeschnitten. Seit dem Börsengang von DraftKings am 24. April sei der Wert der Aktie um 82 % gewachsen. Der Aktienwert von Penn National Gaming habe nach dem Kauf des Entertainmentportals Barstool Sports im Januar sogar um 130 % zugelegt.

Für Penn National Gaming und die Barstool Sports scheint es an der Börse prächtig zu laufen. Anders steht es hingegen für Barstool Sports-Gründer Dave Portnoy. Der Unternehmer hatte sich in der Coronakrise als Aktienhändler versucht und dabei in kurzer Zeit 647.000 US-Dollar verloren.

Der Trend zum Wiederaufschwung der Sportwettenbranche zeichnet sich auch im deutschsprachigen Raum ab. Obgleich der deutsch-österreichische Buchmacher bet-at-home im 1. Quartal 2020 Verluste von knapp 5 Millionen Euro gemeldet hat, ist die Unternehmensaktie seit ihrem Tief im März (18 Euro) auf über 40 Euro geklettert.

 

Wieso kommen Sportwettenanbieter gut durch die Krise?

 

Dass die Sportwettenanbieter trotz einer globalen Rezession gut durch die Krise kommen, habe mit der Zukunftsorientierung des Marktes zu tun. Laut Axios sei zwar damit zu rechnen, dass sich Sportveranstaltungen nach der Corona-Krise verändern werden. Das Wettgeschäft werde sich den neuen Umständen jedoch anpassen, so der Bericht:

„Um es anders auszudrücken, wir wissen nicht, wann der Sport zurückkehrt – oder wie er danach aussieht – aber wir wissen, dass Menschen darauf wetten werden.“

Verantwortlich hierfür könnten vor allem innovative Technologien sein. In einer Gesundheitskrise, in der viele Wettshops geschlossen sind, können Sportwetten-Fans mittlerweile über Webseiten und mobile Applikationen auf virtuellen Sport oder E-Sport-Wettformate setzen.

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