, 06.05.2020

Der Glücksspiel-Konzern bet-at-home hat am Montag seinen Geschäftsbericht für das 1. Quartal 2020 vorgestellt. Aufgrund von Spielausfällen und Wettabsagen im Zuge der Covid-19-Pandemie müsse das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen „Rückgang zum Brutto-Wett- und Gamingertrag“ verzeichnen.

 

Während der Konzernumsatz im 1. Quartal 2019 noch bei 37,23 Millionen Euro gelegen habe, sei dieser im 1. Quartal 2020 auf 32,24 Millionen Euro zurückgegangen.

Obgleich bet-at-home niedrigere Umsätze generiert habe, seien die Glücksspielabgaben des Konzerns, der Sitze in Deutschland, Österreich und Malta unterhält, gestiegen. Laut Finanzbericht beliefen sich Glücksspielabgaben und Unternehmenssteuern in den ersten drei Monaten des Jahres 2019 zusammengefasst auf 6,15 Millionen Euro. Im 1. Quartal 2020 musste der Konzern 6,71 Millionen Euro abführen.

Neben der Corona-Krise seien auch die Umsatzverluste auf dem Schweizer sowie dem polnischen Markt für die rückläufigen Zahlen verantwortlich.

 

Online-Casino-Spiele als Stabilisator

 

Wie bet-at-home mitteilt, habe der Abbruch des Spielbetriebs in den internationalen Profisportligen zwar zu Umsatzeinbußen geführt. Der Online-Gaming-Sektor habe sich jedoch als Stabilisator in der „ökonomisch und gesellschaftlich fordernden Zeit“ erwiesen. Im Finanzreport heißt es:

„Das Segment Online-Gaming allerdings, blieb durch die rein virtuelle Vielfalt an Entertainment-Angeboten im Bereich Casino, Live Casino, Games, Virtual Sports und Poker von etwaigen Schutzmaßnahmen nahezu unberührt und trug im ersten Quartal 2020, wie bereits im vorgehenden Geschäftsjahr, überwiegend zum Brutto-Wett- und Gamingertrag bei“

Allein der Netto-Wett- und Gewinnertrag aus Online-Sportwetten und Online-Gaming (Online-Casino-Spielen, Poker und Virtual Sports) habe sich auf 25,52 Millionen Euro belaufen.

 

Verantwortlich für den Ertrag sei auch die Bereitschaft der User, auf „exotische“ Sportligen zu setzen. Für das gesamte Geschäftsjahr 2020 rechne bet-at-home weiterhin mit Einnahmen zwischen 120 Millionen Euro und 132 Millionen Euro.

 

Ein Positives Signal zur Erreichung dieses Ergebnisses, könnte die Zahl der registrierten User geben. Diese sei im Vergleich zum Vorjahr von 5,1 auf 5,3 Millionen angestiegen.

 

Wie sich die Unternehmensperformance in den nächsten Monaten entwickelt, werde aber vor allem davon abhängen, wann die großen Sportligen ihren Betrieb fortsetzen, sagte bet-at-home-CEO Franz Ömer gegenüber Der Aktionär TV.

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