Mittwoch, 18. Mai 2022

Sportwetten zur Snooker-WM: Schafft Ronnie O’Sullivan den 7. Titel?

Neil Robertson Neil Robertson wird von Sportwetten-Anbietern hoch gehandelt (Bild: Shutterstock)

Seit einer Woche wird im traditionsreichen Crucible Theatre von Sheffield die Snooker-WM ausgetragen. Im Kampf um den prestigeträchtigen Titel und 2,395 Mio. GBP (2,87 Mio. Euro) Preisgeld sind die besten Spieler der Welt angetreten. Favorit ist der Australier Neil Robertson. Doch auch Snooker-Ikonen wie Ronnie O’Sullivan oder Judd Trump werden von Sportwetten-Anbietern gute Chancen zugebilligt. Titelverteidiger Mark Selby hingegen schied am Samstagabend aus.

Ex-Weltmeister im Favoritenkreis

Ganz vorne sehen die Buchmacher den 40-jährigen Robertson. Mit einer Quote von 3,6 liegt der WM-Champion von 2010 vor dem sechsmaligen Titelträger O’Sullivan (4,5). Dicht dahinter rangiert mit 5,0 der Gewinner von 2019, Judd Trump, während auch dem viermaligen Weltmeister Mark Selby (8,0) gute Chancen zugesprochen wurden. Diese zerschlugen sich jedoch im Achtelfinale, als sich Selby dem Chinesen Yan Bingtao mit 10:13 geschlagen geben musste.

Bei der Snooker-WM jagt Ronnie O’Sullivan einem der wenigen Rekorde hinterher, die er noch nicht innehat. Dem Inhaber von 38 Rekordsiegen bei Ranglistenturnieren und der Spitzenposition bei Maximum Breaks (15 Stück) fehlt trotz seiner sechs WM-Triumphe der Titel des Rekordweltmeisters. Diesen hält der Schotte Stephen Hendry, zu dem der aktuelle Weltranglistenerste mit einem weiteren Sieg aufschließen könnte.

Bei Wahl der wahrscheinlichsten Finalpaarung favorisieren die Sportwetten-Anbieter ein Match zwischen Trump und Robertson (7,5) vor den Partien Trump gegen O’Sullivan (9,0), Selby gegen Robertson (10,0) und Selby vs. O’Sullivan (12,0). Wer auf den Titelverteidiger tippte, muss seine Wette nach dessen überraschendem Aus jedoch bereits abschreiben.

Ronnie O'Sullian und Mark Selby

Für Mark Selby (links, neben Ronnie O’Sullivan) ist das Turnier bereits beendet (Bild: Shutterstock)

Relativ einig scheinen sich Buchmacher und Fans bei der Frage zu sein, ob ein neuer Champion in die Phalanx der Ex-Weltmeister einbrechen kann. Mit einer Quote von 1,03 liegt ein „nein“ weit vor einem „ja“ (2,7).

Bei der Snooker-WM bringt den Spielern nicht nur das Weiterkommen im Turnier Geld. Auch das höchste Break, bzw. Maximums Breaks (mit allen 147 möglichen Punkten) werden belohnt. Der Veranstalter bezahlt für das höchste Break des Turniers 15.000 GBP. Hier liegt derzeit der Engländer Stuart Bingham mit 140 Punkten vorne. Zudem geben die Ausrichter für ein Maximum Break in der Hauptrunde stattliche 40.000 GBP. Doch auch in der Qualifikation wurde die Höchstpunktzahl gewürdigt. Auf diese Weise wurde dem in der Vorrunde ausgeschiedenen Graeme Dott das vorzeitige WM-Aus mit einer Extraprämie von 10.000 GBP versüßt.

Während die ersten Runden der Snooker-WM ohne größere Überraschungen absolviert wurden, erzeugte ausgerechnet Snooker-Star O’Sullivan mit negativen Schlagzeilen unerwünschte Aufmerksamkeit. Nach einer im Erstrunden-Match gegen David Gilbert leichtfertig verspielten Kugel hatte sich der 46-Jährige zu einer obszönen Geste hinreißen lassen.

Nun drohen O’Sullivan eine Geldstrafe und Punktabzug. Sollte er Anfang Mai dafür jedoch den WM-Pokal ein siebtes Mal in die Höhe recken, dürfte dieser Ärger zumindest für ihn schnell vergessen sein.