, 25.11.2020

Online-Glücksspielanbieter müssen auf der niederländischen Karibikinsel Curaçao mit schärferen Lizenzbedingungen rechnen. Wie der Curaçao Chronicle [Link auf Englisch] am Dienstag berichtet hat, umfassten diese nicht nur den Preis für Glücksspiellizenzen, sondern auch die Einschränkung von Werbung und eine intensivere Überwachung und Kontrolle von Anbietern.

 

Die neuen Bedingungen, die in den kommenden Monaten umgesetzt werden sollen, konkretisieren eine Abmachung zwischen der niederländischen Regierung und Curaçao, über die Casinoonline.de vor wenigen Tagen berichtet hat.

 

Im Austausch gegen Finanzhilfen hatten die Niederlande von Curaçao mehrere Einschränkungen im Glückspielsektor verlangt und die Schaffung eines unabhängigen Glücksspielregulators gefordert. Die neue Behörde soll ab März 2021 ihre Arbeit aufnehmen und dafür sorgen, dass sich Anbieter mit Lizenz aus Curaçao sowohl an örtliche Bestimmungen als auch an die Gesetze der Länder halten, in denen sie mit der Lizenz operieren.

Laut dem Curaçao Chronicle arbeiteten derzeit eine Vielzahl internationaler Online-Casino-Betreiber auf der Insel. Die Unternehmen offerierten ihre Dienste mit Lizenz aus Curaçao unter anderem in Spanien, Australien oder den Niederlanden.

Steigende Anforderungen an Online-Casinos

 

Neben der Schaffung eines neuen Glücksspielregulators, könnte Curaçao schon bald höhere Gebühren von Online-Casinos verlangen. Der Preis für eine Online-Glücksspiellizenz soll von umgerechnet ca. 29.400 Euro auf etwa 113.000 Euro steigen, so der Bericht. Zudem müssten Online-Anbieter ihre finanziellen Verhältnisse offenlegen:

„Betreiber, die eine Lizenz für Curaçao wünschen, müssen nun nachweisen, dass sie finanziell in der Lage sind, ein ehrliches Glücksspielgeschäft zu führen und ihre Jackpots und Hauptpreise unverzüglich auszuzahlen.“

Überdies seien die Online-Casinos unter dem neuen Regime verpflichtet, europäische Datenschutzrichtlinien einzuhalten und neue Maßnahmen zum Spielerschutz zu beachten.

 

Dazu gehöre auch ein Verbot des „Player Targetings“, bei dem Spieler durch Aktionen gezielt zu höheren Ausgaben verleitet würden. Eine Langzeitspeicherung von Spielerdaten und IP-Adressen sei außerdem vorgesehen. Diese solle der Prävention von Daten- und Identitätsdiebstahl dienen.

 

Mit dem Inkrafttreten der neuen Regularien würde auch eine verstärkte Kontrolle von Anbietern stattfinden. Diese müssten sich auf „Regelmäßige Tests, Inspektionen und Informationsanfragen“ gefasst machen, um die Einhaltung der neuen Regeln zu gewährleisten.

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