, 30.05.2020

Die Popsängerin Shoo (bgl. Shū Kunimitsu), ehemaliges Mitglied der erfolgreichen koreanischen Girlband S.E.S, ist in dieser Woche von einem Gericht in Seoul zur Rückzahlung von Spielschulden in Höhe von 346 Millionen Won (ca. 254.000 Euro) verurteilt worden.

 

Dies hat das Entertainment-Portal Soompi [Link Auf Englisch] am Mittwoch berichtet. Kläger war ein Bekannter der 38-Jährigen, der die Interpretin im Jahre 2017 kennengelernt und ihr hohe Beträge zum Spielen in koreanischen Casinos zur Verfügung gestellt haben soll.

 

Verteidigung läuft schief

 

Obgleich Shoo die Existenz des Darlehens nicht bestritten habe, habe sich die gebürtige Japanerin zur Rückzahlung nicht verpflichtet gefühlt. Das Argument der Sängerin: Glücksspiel sei für Koreaner illegal, da dass Geld einem verbotenen Zweck zugutegekommen sei, müsse es nicht zurückgezahlt werden.

 

Dies sahen die Richter des Zentralbezirksgerichts in Seoul anders. Zwar sei Glücksspiel für Koreaner verboten, Shoo besitze allerdings auch eine permanente Aufenthaltsberechtigung für Japan und dürfe daher in koreanischen Casinos spielen.

Obwohl in Südkorea Casino-Resorts betrieben werden, ist es Bürgern mit alleiniger koreanischer Staatsbürgerschaft in den meisten Casinos verboten, zu spielen. Als Teil des Tourism Promotion Act, der den Tourismus im Land fördern soll, ist der Besuch von Glücksspieleinrichtungen vornehmlich Reisenden aus dem Ausland gestattet. Südkoreaner könnten sogar strafrechtlich verfolgt werden, wenn sie bei Auslandsreisen spielten, berichtet die Zeitung USA Today.

Shoo hatte mit dem Geld im Paradise Casino Walkerhill in Seoul gespielt. Es ist das größte Casino Südkoreas, in dem nur Ausländer spielen dürfen.

 

Shoo erneut vor Gericht

 

Für die dreifache Mutter war es nicht das erste Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit dem Glücksspiel. Bereits 2019 wurde sie in Seoul zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil sie auf Reisen ausländische Casinos besucht hatte. Laut einem Bericht des koreanischen Internetportals Naver hatte sich Shoo nach der Verurteilung gegenüber Reportern reuevoll gezeigt:

„Ich bedaure es sehr. Ich entschuldige mich bei meinen Kindern und schäme mich. Es tut mir wirklich leid für meine Fans, die mich geliebt haben und für alle, die mir zur Seite gestanden haben (…). Ich habe aus Neugier angefangen zu spielen, aber ich war angewidert, wütend und beschämt darüber, wie es mich veränderte.“

Ob das in dieser Woche geendete Gerichtsverfahren ein erneuter, wirkungsvoller Weckruf für Shoo war, wird die Zukunft zeigen.