, 26.10.2021

Das in Stockholm gelistete schwedische Glücksspiel-Unternehmen Betsson hat im dritten Quartal 2021 einen Umsatz von 1,73 Mrd. SEK (173.056.900 Euro) erwirtschaftet. Dies entspreche einer Steigerung von 3 %, meldete der Konzern in einer Pressemitteilung [Seite auf Englisch] am heutigen Dienstag.

 

Der Casino-Umsatz sei um 3 % zurückgegangen. Dies sei nach Angaben des Unternehmens vor allem auf eine geringere Aktivität in Deutschland infolge der Gesetzesänderungen zurückzuführen.

 

Dafür hätten Sportwetten gut performt, was eine Steigerung um 24 % zur Folge gehabt habe. Betsson-CEO Pontus Lindwall erklärt das Ergebnis mit der stark angestiegenen Nachfrage nach digitaler Unterhaltung.

 

Lindwall führt aus:

Der weitere Umsatzanstieg erklärt sich aus den Erfolgen mit unseren Sportwetten in Kombination mit guten Ergebnissen in den Endrunden der EURO 2020 und CONMEBOL Copa América und der Rückkehr der heimischen Fußballligen seit Mitte August.

Der Umsatzanstieg sei auch ein Resultat des erfolgreichen Eintritts in neue Märkte wie Lateinamerika, Kroatien und Griechenland. Zudem sei das Geschäft durch die Investition in das kanadische Startup-Unternehmen Slapshot Media Inc. gestärkt worden.

 

Die Investition in Slapshot Media Inc. bedeute eine Partnerschaft mit kanadischer Expertise, die es Betsson ermögliche, vor der bevorstehenden Regulierung in Ontario eine starke Position auf dem kanadischen Markt aufzubauen.

 

Rückzug aus den Niederlanden, Expansion in den USA

Angesichts der guten Entwicklung in diesem Jahr sei es umso bedauerlicher, dass Betsson den niederländischen Markt vorläufig habe verlassen müssen. Laut der Unternehmensmitteilung von Betsson habe die niederländische Glücksspielbehörde Kansspelautoriteit (KSA) Ende September unerwartet eine neue Richtlinie veröffentlicht, die eine Abweichung von den zuvor kommunizierten Vorgaben während der Cooling-Off-Periode beinhalte.

 

Die neue Richtlinie impliziere, dass Betreiber, die die sechsmonatige Bedenkzeit bis zur Erteilung einer Konzession einhalten müssten, zur vollständigen Einstellung ihrer Geschäftsaktivitäten gezwungen seien.

 

Um gute Voraussetzungen für den Lizenzierungsprozess zu schaffen, habe Betsson beschlossen, den Betrieb in den Niederlanden vollständig einzustellen. Derzeit würden die Lizenzanträge vorbereitet, um im ersten Quartal 2022 den Antrag zu stellen. Lindwall rechne im Sommer 2022 mit einem Wiedereintritt in den niederländischen Markt.

Glücksspiel-Unternehmen, die keine Lizenzen in den Niederlanden besitzen und an keinen laufenden Lizenzierungsprozessen beteiligt sind, wurden Ende September von der Glücksspielbehörde Kansspelautoriteit (KSA) aufgefordert, das Land zu verlassen. Dazu gehörten PokerStars, Unibet und bwin.

 

Indes ist es dem Online-Poker-Anbieter GGPoker letzte Woche gelungen, eine der niederländischen Konzessionen zu erhalten. Der einzige lizenzierte Online-Poker-Room hat sich so einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber PokerStars und PartyPoker verschaffen können.

Indes wolle Betsson seine Investitionen in den US-Markt weiter vorantreiben. Im ersten Quartal 2022 sollen die B2C-Angebote im Bundesstaat Colorado verfügbar sein. Derzeit würden die Plattform und die Technologie angepasst, um in den Zertifizierungsprozess eintreten zu können.

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