, November 26, 2018

Vom 20. November 2018 bis zum 25. November 2018 fand im Dubliner Bonnington Hotel die Unibet Open statt. Die Turniereserie bestand aus insgesamt 13 Events und mehreren Live-Satellites, die Spieler vor Ort nutzen konnten, um sich für das Main Event mit einem Buy-in von 1.100 Euro, oder das Highroller Event mit einem Buy-in von 2.200 Euro zu qualifizieren.

 

Mit Buy-ins weit unterhalb der 5.000 Euro-Marke war die Unibet Open wie geschaffen für Amateur- und Hobbyspieler, die sich zahlreich an den Tischen einfanden.

 

Viele Poker-Action am Tag 1 des Unibet Open Main Event

 

Bonnington

Das Bonnington Hotel in Dublin war der Austragungsort der Unibet Open 2018. (Quelle: David Dixon, Creative Commons)

Das Unibet Open Main Event startete am 22. November 2018. Angesetzt waren 3 Starttage, an denen sich 359 Spieler an den Pokertischen einfanden. Durch ein Buy-in von 1.100 Euro wuchs der Gesamtpreispool des Events auf stolze 359.000 Euro an.

 

Tag 1A begannen alle Turnierteilnehmer mit einem Starting-Stack von 30.000 Chips und Blind-Levels von 60 Minuten. Diese Struktur ermöglichte eine konservative Spielweise, bot aber auch die Möglichkeit, viel Action zu generieren, ohne direkt Gefahr zu laufen, das gesamte Turnier mit einer Hand aufs Spiel zu setzen.

 

Zwei skandinavische Spieler machten am Tag 1A die meiste Action. Der Finne Elias Vaaraniemi und sein Landsmann Henry Koivisto konnten ihre Stacks im Laufe des Tages mehr als verzehnfachen und nach 10 gespielten Blind-Levels 379,200 Chips beziehungsweise 330.500 Chips eintüten.

 

Koivisto profitierte vor allem von einem Set-Up gegen Graham Garside. Mit J-T zog Koivisto gegen Garsides T-T in den Kampf. Nach einer Preflop-Erhöhung sahen die Spieler einen Flop von J-J-T.

 

Das bedeutet Full House für beide Kontrahenten. Koivisto, der mit seiner Hand vor dem Flop nur eine Gewinnwahrscheinlichkeit von knapp 34 % hatte, setzte nun auf Flop, Turn und River und wurde von Garside voll ausbezahlt.

 

Nach dieser Action lagen die Finnen auf Platz eins und drei des Chipcounts. Einzig der Norweger Per Helge Gassand (367.000 Chips) konnte die Doppel-Pole-Position der Finnen für den Tag 2 verhindern und sich auf den zweiten Platz im Ranking vorkämpfen.

 

Unter den bekannteren Pokerspielern, die auch den Tag 1A überlebt hatten, war der WSOP Europe Main Event Gewinner Jack Sinclair (28) (64.700 Chips) aus England und der amerikanische Pokerexperte Kevin Mathers, dessen Beiträge im Pokerforum 2+2 (Seite auf Englisch) zu finden sind.

Unibet

Die Firma Unibet wurde im Jahre 1997 von Anders Ström gegründet. Das Unternehmen bietet Online-Sportwetten, ein Online-Casino und Online-Poker an. Unibet gehört zur Trannel International Ltd., einer Gesellschaft, die in Malta lizenziert ist.

 

Schon seit 11 Jahren veranstaltet Unibet mittlerweile seine eigene Turnierserie, die Unibet Open, die bislang in Europa und den USA Halt machte. Der Startschuss für das erste Turnier fiel im Jahre 2007 in Warschau. Damals hieß der Sieger Stale Lokse aus Norwegen.

 

Unibet ist nicht nur im Bereich Glücksspiel aktiv, sondern trat kürzlich als Sponsor der Schachweltmeisterschaft in Erscheinung.

So lief es an Tag 1B, Tag 1C und Tag 2

 

Der Tag 1B konnte sich in Sachen Action nicht mit Tag 1A messen, doch einige bekannte Spieler häuften dennoch große Chipstacks an. Darunter der englische Unibet-Pro Ian Simpson (284.200 Chips) und sein Landsmann Benny Glaser (30) (207.400 Chips), der in seiner erfolgreichen Pokerkarriere bereits drei WSOP-Bracelets gewann.

 

Andy Black

Andy Black ist eine irische Pokerikone (Quelle: Wikipedia)

Glaser lernte in Dublin das Glück der Iren kennen. Denn nur kurz bevor der Brite seine Konkurrenz im Main Event ärgerte, gewann er das Unibet Open Highroller Event für stolze 20.680 Euro.

 

Unter den Glücklichen, die den Tag 1C überlebten, waren unter anderem die irische Pokerikone Andy Black (53) (70.900 Chips) und der ehemalige Gewinner der Unibet Open Malta 2016, Martin Soukup aus Tschechien (37.300 Chips).

 

An Tag 2 fanden sich noch 123 der ursprünglich 359 gestarteten Spieler an den Pokertischen im Bonnington Hotel ein. Da viele der verbliebenen Spieler als Shortstacks antraten, wurde das Feld nach zwei gespielten Blind-Levels um knapp 40 Spieler ausgedünnt.

 

Zu den verbliebenen Titelanwärtern, die sich an Tag 2 für den Final Table qualifizierten, gehörten unter anderem noch Henri Koivisto aus Finnland, Paul Jux Holderness aus Großbritannien (34), Keith Brennan aus Irland und David Schable aus Frankreich. Letztere beiden sollten sich am Finaltisch gegenseitig in heiße Gefechte verwickeln.

 

Ein spannender Final Table

 

Am Finaltisch des Unibet Open Main Event 2018 ging es richtig zur Sache. Nachdem Michael Brock als Chipleader in den Tag 3 ging, musste der Engländer nach einem verlorenen All-in mit A-K gegen Q-Q nach nur knapp 30 Minuten seinen Hut nehmen.

 

Besser lief es für Keith Brennan, David Schable und Julien Kron, die ihre Stacks ausbauen konnten und immer wieder aneinandergerieten. Bei noch vier verbleibenden Spielern passierte schließlich das Unvermeidliche. Schable bekam A-Q, Brennan Q-Q und Kron J-J gedealt.

 

Nachdem Schable für 940.000 Chips All-in ging, schob auch Kron seine verbleibenden Chips (3.145.000) in die Mitte und wurde von Keith Brennan (2.300.000 Chips) gecallt. Der Flop brachte Kron das Full House und Schable und Brennan mussten den Nachhausweg antreten.

 

Freuen konnte sich auch der Brite Paul Jux Holderness, der nach dem Doppel-Knockout gleich zwei Ränge im Preisgeld nach oben sprang.

 

Schließlich war es Holderness, der dafür sorgte, dass Krons Glück nicht ewig währte. Obwohl Kron mit einem Chiplead ins Heads-Up-Duell ging, ließ der Brite keine Gelegenheit aus, den Franzosen zu verunsichern.

 

Highlight war ein Bluff mit 6-hoch, der letztlich Holderness den Chiplead brachte. Insgesamt sollte es nur knapp eine halbe Stunde dauern, bis Kron in der letzten Hand am Final Table den Rest seiner Chips abgeben musste.

 

Für den ersten Platz durfte sich Holderness über 74.900 Euro freuen. Kron bekam als Trostpflaster immerhin 46.550 Euro.

 

Die Unibet Open war für Amateure die perfekte Gelegenheit, sich mit den Profis zu messen. Die relativ kleinen Buy-ins ermöglichen es Hobbyspielern, ohne hohe Verluste zu spielen. Man wird sehen, ob sich Turnierserien mit kleinen Buy-ins nicht auch in Zukunft stärker verbreiten werden.

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