, 14.12.2020

Ein Geschäftsmann und Pokerspieler aus dem US-Bundesstaat Connecticut hat sich wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe schuldig bekannt. Dies hat die US-Bezirksstaatsanwaltschaft von Connecticut am vergangenen Donnerstag in einer Pressemitteilung bestätigt.

 

Laut der Behörde [Link auf Englisch] habe Guy Smith (62) durch sein eigenes Inneneinrichtungsunternehmen und durch Preisgelder von Pokerturnieren zwischen 2012 und 2016 signifikante Einnahmen erzielt, ohne diese an die US-Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) zu melden.

 

Glücksspiel-Gewinne im In- und Ausland

 

Während dieses Zeitraumes habe Smith allein beim Glücksspiel mehr als 1 Millionen US-Dollar eingenommen, ohne dies dem IRS mitgeteilt zu haben, heißt es vonseiten der Staatsanwaltschaft:

„Während dieser fünf Jahre versäumte es Smith absichtlich, seinem Steuerberater und dem IRS etwa 482.000 US-Dollar an Einnahmen zu melden, die er von Centerline Interiors [Smiths Firma; Anm. d. Red.] erhalten hatte. Obwohl der IRS Smith mehrfach darüber informiert hat, dass er alle seine Glücksspieleinnahmen in seinen Steuererklärungen für die Bundeseinkommenssteuer ausweisen muss, hat Smith seine Glücksspieleinnahmen vor seinem Steuerberater verborgen und keine Einkommenssteuern auf mehr als 1 Million US-Dollar an Glücksspiel-Gewinnen gezahlt.“

Besonders aktiv sei Smith beim Poker gewesen. Nach Informationen der Strafverfolger habe der Unternehmer landesweit an Wettbewerben teilgenommen. Außerdem sei Smith zu Pokerturnieren an Orte wie die Bahamas gereist. Um seine „Glücksspiel-Unternehmungen“ zu finanzieren, habe er sowohl Gelder von Geschäfts- als auch Privatkonten verwendet, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Laut der Poker-Datenbank The Hendon Mob feierte Smith seinen größten Turniererfolg im Jahre 2016 bei der PPC Poker Tour im Foxwoods Casino in Mashantucket. Bei einem No Limit Hold’em Event soll Smith als Hauptpreis 51.149 US-Dollar erhalten haben.

Smith räumt Steuerhinterziehung ein

 

Wie es von der Staatsanwaltschaft heißt, habe sich Smith schuldig bekannt und umfänglich mit den Ermittlern kooperiert. Er habe darüber hinaus eingewilligt, die Steuern in vollem Umfang und zuzüglich aller Zinsen nachzuzahlen.

 

Bislang befinde sich der 62-Jährige gegen Hinterlegung einer Kaution in Höhe von 50.000 US-Dollar auf freiem Fuß. Ändern könnte sich dies am 4. März 2021.

 

Dann soll Smith vor einem Bezirksgericht verurteilt werden. Im schlimmsten Falle drohten dem Pokerspieler bis zu fünf Jahren Haft.