, 05.11.2020

Die geplante Legalisierung von Sportwetten in den US-Bundesstaaten Maryland, South Dakota und Louisiana hat am Mittwoch die Aktienkurse von US-Glücksspielunternehmen in die Höhe schießen lassen.

 

Die Wertpapiere von Penn National Gaming und dem Buchmacher DraftKings erzielten bis zum Mittwochabend ein Plus von 6,55 % bzw. 5,31 %. Auch der Aktienkurs des britischen Glücksspielkonzerns Flutter Entertainment, dessen Tochtergesellschaft FanDuel in den USA Sportwetten offeriert, stieg um 4,41 %.

 

Wie das US-Nachrichtenportal Bloomberg [Link auf Englisch] unter Berufung auf Daten der Investmentbank Morgan Stanley berichtet, beliefe sich der mögliche Gesamtwert der legalen Märkte auf ca. 537 Millionen US-Dollar (ca. 457 Millionen Euro) jährlich.

 

US-Bürger stimmen für Sportwetten

 

Maryland, South Dakota und Louisiana hatten ihre Bürger im Rahmen der US-Wahl 2020 über eine Änderung ihrer Glücksspielgesetze abstimmen lassen. Dabei befürworteten die Wähler am Dienstag mehrheitlich eine Legalisierung der Sportwetten.

Dass die US-Bürger überhaupt über die Erlaubnis von US-Sportwetten abstimmen durften, ist Folge eines Urteils des Obersten Gerichtshofes der USA aus dem Jahre 2018. Er hob damals ein weitreichendes Verbot der Wetten für alle Staaten auf. Sie dürfen nun selbst über Verbot oder Legalisierung entscheiden.

Laut dem Maryland State Board of Election stimmten 66,6 % der Wählerinnen und Wähler für eine Legalisierung von Sportwetten. In South Dakota sprachen sich immerhin 59 % für das Vorhaben aus. 55 von 64 Gemeinden entschieden sich in Louisiana für legale Wettangebote.

 

Nun ist es an den Staaten, die Wünsche der Bürger in Gesetze umzuwandeln und diese zu verabschieden.

 

Mehr US-Staaten weichen Glücksspielgesetze auf

 

In den US-Staaten Virginia, Nebraska und Colorado wurde am Dienstag ebenfalls über mehr Freiheiten beim Glücksspiel abgestimmt. In Virginia stimmten die Wähler dafür, Casinos in vier Städten zu erlauben. In Nebraska sollen bald Casino-Spiele auf Pferderennstrecken legal werden. In Colorado haben sich die Wahlberechtigten für eine Erweiterung von Spielangeboten und eine Abschaffung von Einsatzlimits entschieden.

 

Die American Gaming Association (AGA) hat die Entscheidungen der Wähler in den sechs Bundesstaaten am Mittwoch begrüßt. AGA-Präsident Bill Miller erklärte, dass sich der Glücksspielverband einen wirtschaftlichen Aufschwung erhoffe:

„Durch erfolgreiche Wahlmaßnahmen in sechs Glücksspiel-Staaten werden mehr Amerikaner Zugang zu dringend benötigten Beschäftigungsmöglichkeiten, bestimmten Steuereinnahmen und sicheren, regulierten Unterhaltungsmöglichkeiten in der näheren Umgebung haben.“

Damit seien in mittlerweile 44 US-Staaten legale Glücksspielangebote vorhanden, so Miller weiter. Davon profitierten insgesamt 115 Millionen US-Bürger. Gemeinsam mit der Politik wolle der Verband weiter an der Legalisierung des Glücksspiels arbeiten.

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