Dienstag, 17. Mai 2022

Vorarlberg zieht Quartalsbilanz im Kampf gegen illegales Glücksspiel

Spielautomaten in Hinterzimmer in blauem Licht Vorarlberg geht mit regelmäßigen Kontrollen gegen illegales Glücksspiel vor (Symbolbild, Quelle: flickr.com/ Bundesministerium für Finanzen, Lizenz CC BY 2.0)

Das österreichische Bundesland Vorarlberg geht weiterhin entschieden gegen illegales Glücksspiel vor. Dies machte die Landespressestelle in einer gestern veröffentlichten Meldung deutlich. So seien in den ersten Monaten dieses Jahres mehrere erfolgreiche Einsätze nach dem Glückspiel- und dem Wettengesetz durchgeführt worden. Landesrat Christian Gantner bedankte sich bei der eigens eingerichteten SOKO Glücksspiel für die engagierte Arbeit.

Kontrollen gegen illegales Glücksspiel in Vorarlberg

Wie das Land Vorarlberg gestern mitteilte, habe es im ersten Quartal 2022 elf Aktionen im Kontext des illegalen Glücksspiels gegeben. Zwischen dem 1. Januar und dem 30. April seien Bezirkshauptmannschaften und Polizei fünfmal ausgerückt, um Betriebe auf Verstöße gegen das Wettengesetz zu prüfen.

Sechsmal sei zudem die Finanzpolizei mit vor Ort gewesen, um Kontrollen nach dem Glücksspielgesetz vorzunehmen. Einmal sei es zur Beschlagnahmung eines Glücksspielgeräts gekommen. In drei Fällen sähen sich Betreiber mit der Androhung von Betriebsschließungen konfrontiert.

Sicherheitslandesrat Christian Gantner (ÖVP) zeigt sich im Statement zufrieden mit der jüngsten Zwischenbilanz des Kampfes gegen illegales Glücksspiel in Vorarlberg. Er führt aus:

Im Interesse des Spieler- und Jugendschutzes werden die Anstrengungen zur Bekämpfung des illegalen Glücksspiels konsequent fortgesetzt.

Bei den Mitgliedern der SOKO Glücksspiel sowie den Organen der Bezirkshauptmannschaften, der Sicherheitsexekutive und der Finanzpolizei bedankte sich Gantner für ihren engagierten Einsatz.

Land setzt auf SOKO Glücksspiel

Die SOKO illegales Glücksspiel Vorarlberg (kurz SOKO Glücksspiel) war im Dezember 2018 unter Führung des Vorarlberger Landeshauptmannes Markus Wallner und des damaligen Sicherheitslandesrats Erich Schwärzler ins Leben gerufen worden.

Die Einrichtung der Sonderkommission, so die Verantwortlichen damals, sei auch auf neue Entwicklungen im Bereich des illegalen Glücksspiels zurückzuführen.

So konzentriere man sich nicht mehr allein auf klassische Glücksspielgeräte, sondern auch auf die weniger leicht nachweisbaren Fälle, in denen beispielsweise illegal „über Tablets, Handys oder Computerbildschirme“ gespielt werde.

 Frau hält Handy in der Hand

Die SOKO widmet sich auch dem illegalen Glücksspiel in der digitalen Welt (Quelle: unsplash.com/Priscilla Du Preez)

Um angemessen auf die Herausforderungen reagieren zu können, sei eine eng vernetzte Zusammenarbeit der zuständigen Stellen auf Landesebene unerlässlich. Schließlich, so Bertram Walser von der Polizeidirektion Vorarlberg damals, gehe es beim illegalen Glücksspiel nicht nur um Verstöße nach dem Glücksspielgesetz:

Wir haben (…) festgestellt, dass alles, was mit illegalem Glücksspiel zusammenhängt, dass es hier auch Milieukriminalität gibt und natürlich auch Vergeltungskriminalität.

Auch künftig, so die Bregenzer Pressestelle in ihrer jüngsten Mitteilung, führten die Vorarlberger Behörden und Polizeiorgane die einschlägigen Kontrollen konsequent fort. Im Fokus der Arbeit stehe dabei der Jugendschutz sowie „der Schutz von Menschen aller Altersgruppen vor den Gefahren der Spielsucht mit all ihren sozialen und wirtschaftlichen Folgen“.