, May 18, 2019

Heute Abend begegnen sich Deontay „The Bronze Bomber“ Wilder (33) und Dominic „The

wilder

Champion Deontay Wilder muss seinen Titel heute erneut verteidigen. (Quelle: Wikipedia)

Trouble“ Breazeale (33) bei der Schwergewichts-WM im Boxen. Der Fight der beiden US-Amerikaner wird im New Yorker Barclays Center stattfinden und gilt schon jetzt als einer der größten Boxkämpfe des Jahres.

 

Wilder, der den WM-Gürtel des Boxverbandes WBC bereits seit 2015 trägt und zuletzt gegen den britischen Boxer Tyson Fury (30) verteidigte, hat mit Dominic Breazeale einen schweren Gegner erwischt. Mit einer Kampfstatistik von 20 Siegen und einer Niederlage ist der über 2 Meter große Breazeale dem amtierenden Weltmeister nicht nur in Erfahrung, sondern auch in Physis ebenbürtig.

 

Boxfans dürfen sich in jedem Fall auf den Fight freuen, denn Action ist in diesem Wettbewerb so gut wie garantiert. Schließlich kombinieren die beiden Schwergewichte zusammen 60 Siege, lediglich eine  Niederlage und 57 KOs. Mit einer addierten Knock-Out-Rate von über 90 %, ist ein vorzeitiges Ende des Kampfes fast sicher.

Die WM der Federgewichte im Vorprogramm

Heute Abend wird es in New York nicht nur um den WM-Kampf im Schwergewicht gehen. Gary Russel Jr. (30) und Kiko Martinez (33) werden sich zuvor in der WBC-Federgewichts-Weltmeisterschaft gegenüberstehen. Zu sehen gibt es die Vorkämpfe und den Hauptkampf ab 3:00 Uhr deutscher Zeit auf DAZN.

Dominic Breazeale will es wissen

 

Für Dominic Breazeale könnte es eine der letzten Chancen auf einen WM-Titel im Schwergewicht sein. Der Mann aus Glendale, Kalifornien, debütierte bereits im Jahre 2012 als Profi und verlor seinen ersten WM-Kampf im Juni 2016 gegen Anthony Joshua (29) aus Großbritannien.

 

Nach der verlorenen Titel-Chance pausierte Breazeale für einige Monate, feierte aber schließlich mit siegreichen Fights gegen Izu Ugonoh (32) und Éric Molina (37) ein aufsehenerregendes Comeback. Zuletzt brillierte Breazeale im Dezember 2018 gegen Carlos Negron (31) aus Puerto Rico, den er in der 9. Runde mit einer starken Rechten auf die Bretter schickte.

 

 

Unter den Tausenden von Besuchern, die das Spektakel live im Barclays Center in Brooklyn mitverfolgten, war damals auch WM-Titelträger Deontay Wilder, der nach dem Kampf persönlich von „The Trouble“ herausgefordert worden war.

 

Jetzt, wo es tatsächlich zum Duell der beiden Top-5-Platzierten der WBC kommt, muss Breazeale allerdings unter Beweis stellen, dass seine Fäuste ähnlich hart treffen können wie seine Worte. Derzeit bereitet er sich mit seinem Coach Virgil Hunter in der Nähe von San Francisco auf den Fight vor.

 

In der offiziellen Pressekonferenz vom 15. Mai 2019 ließ der ehemalige Olympiateilnehmer keinen Zweifel daran, wie sehr er sich auf den Kampf gegen Wilder freut:

„Ich bin sehr aufgeregt, wieder auf einer Weltbühne um den WBC-Titel kämpfen zu dürfen. Der 18. Mai wird eine explosive Nacht. Ihr bekommt zwei echte Knock-Out-Künstler zu sehen, die beide über 2 Meter groß sind (…). Ich kann es kaum erwarten, mich ins Flugzeug zu setzen und nach New York zu fliegen.“

Wilder gibt Kontra

 

Das Deontay Wilder nicht einfach klein beigeben wird, gilt als sicher. „The Bronze Bomber“, der mit einer Profistatistik von 41 Kämpfen und 40 Siegen aufwartet, will seinen Konkurrenten durch ein Allround-Training bezwingen.

 

Derzeit bereite er sich mit einer Mischung aus Ausdauer- und Krafttraining, Sparring und Wassertherapie auf den Kampf vor. Auch mental gibt sich Wilder stark. Gegenüber der Presse machte der 5-fache Vater keinen Hehl daraus, dass Breazeale von ihm keine Gnade zu erwarten habe:

„Jetzt steht er [Dominic Breazeale, Anmerk. der Redaktion] einem echten Killer gegenüber. Ich erzähle nicht nur Geschichten, sondern mache das auch, was ich sage (…). Dieser Typ ist sehr nervös. Ich weiß alles, was er machen will. Und er sollte auch nervös sein, denn ich habe keine guten Absichten. Alles böse! “

So bewerten die Buchmacher den WM-Kampf

 

Auch die Buchmacher scheinen eher den Bekundungen des Weltmeisters Glauben zu schenken. Mit Siegquoten zwischen 1.13 und 1.18 wird der Champion derzeit bei den meisten Wettanbietern als haushoher Favorit gehandelt.

 

Mit Außenseiterquoten zwischen 5.00 und 6.00 scheint Herausforderer Dominic Breazeale hingegen weit abgeschlagen.

 

 

Die Wettquote für ein Unentschieden sollte nach dem letzten Kampf zwischen Deontay Wilder und Tyson Fury (Wilder behielt seinen WM-Gürtel nach einem Punktgleichstand) nicht ganz außer Acht bleiben.

 

Sie beträgt beim heutigen Kampf je nach Buchmacher zwischen 25.00 und 33.00. Ein unspektakulärer Kampf über die volle Distanz könnte sich also zumindest aus Sicht der Wettenden lohnen.