, 27.03.2020

Joe Asher, der Geschäftsführer des Glücksspiel- und Sportwetten-Giganten William Hill in den USA, soll laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins reviewjournal [Seite auf Englisch] vom vergangenen Dienstag den 600 arbeitslosen Mitarbeitern des Unternehmens sein gesamtes Jahresgehalt spenden wollen. Das Geld wurde in einen Fonds eingezahlt. Der CEO ermutigte auch andere Führungskräfte, dasselbe zu tun.

 

Die wegen des Ausbruchs des Coronavirus beurlaubten Mitarbeiter sollen bereits Anweisungen erhalten haben, wie sie finanzielle Unterstützung aus dem Fonds beantragen können.

 

Asher sagte:

“Es fühlte sich nicht richtig an, ein Gehalt zu kassieren, wenn wir so viele Mitarbeiter haben, die arbeitslos geworden sind.”

Glücksspiel-Unternehmen helfen durch die Krise

William Hill betreibt in den USA 114 Wettbüros in Nevada und weitere 39 in New Jersey und Iowa. Asher sorge sich um die psychische Gesundheit seiner Mitarbeiter. Der William Hill Konzern verfüge über ein Mitarbeiterhilfsprogramm, das bei Depressionen oder anderen Problemen helfe, sagte der CEO.

 

Mithilfe des eingerichteten Fonds übernehme William Hill auch bis Ende Juni die Zahlungen an die Krankenversicherung der beurlaubten Mitarbeiter. 255 William Hill Mitarbeiter sind allerdings von den Maßnahmen nicht betroffen. Sie betreuen die Online-Glücksspielangebote des Unternehmens.

 

Asher kommentierte:

„Ich sagte ihnen, dass wir alle davon betroffen sind, und was auch immer sie tun können, sie sollten helfen. Auch wenn es nur 20 Dollar sind, ist das total cool. Aber ich möchte, dass jeder etwas tut.“

Asher führte aus, dass seine Geste sehr positiv in der Casino- und Sportwetten-Branche aufgenommen worden sei. Er habe viele E-Mails von der Community erhalten und auch andere Glücksspiel-Unternehmen folgten seinem Beispiel.

 

Der Präsident und CEO von Everi Holdings, Michael Rumbolz, verzichtete ebenfalls auf sein Gehalt, um finanziellen Verlusten entgegenzusteuern. Das Gehalt des Führungsteams werde um 70 % gesenkt. Der CEO von Wynn Resorts, Matt Maddox, kündigte Anfang der Woche auch an, auf sein Jahresgehalt zu verzichten, um die Angestellten zu unterstützen.

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