, 17.07.2018

Vorher-Nachher-Bild aus der neuen William Hill Kampagne

Die neue William Hill Aktion macht auf das Thema Spielsucht aufmerksam (Bild: williamhillplc.com)

Der britische Buchmacher William Hill will sich mit einem neuen Aktionsplan noch stärker dem Kampf gegen die Glücksspielsucht widmen.  Die Aktion „Nobody Harmed by Gambling“ (sinngemäße Übersetzung ins Deutsche: Niemand soll mehr unter Glücksspiel leiden) hat sich zum Ziel gesetzt, die Gefahren und schädlichen Folgen von übersteigertem Glücksspiel soweit wie möglich zu verringern.

 

Auf der eigenen Aktionsseite zeigt William Hill zu diesem Zweck aufrüttelnde Vorher-Nachher-Vergleiche, präsentiert Experteneinschätzungen und skizziert seinen 9-Stufen-Plan für weniger glücksspielbedingtes Leid in Großbritannien.

 

William Hill stellt 9 Kernbereiche für Aktionsprogramm vor

William Hills Aktionsplan

William Hills Aktionsplan (Bild: williamhillplc.com)

Rund 430.000 Menschen in Großbritannien sind spielsüchtig. Weitere 2 Millionen laufen zudem Gefahr, in Zukunft ebenfalls eine Spielsucht zu entwickeln. Dabei bestätigt auch William Hill die Ergebnisse vieler anderer Untersuchungen zum Thema, die aufzeigen, dass vor allem Männer und jüngere Menschen von einer Spielsucht bedroht sind.

 

Mit der neuen „Nobody Harmed by Gambling“ Aktion unterstreicht William Hill seine Bereitschaft, als einer der größten und beliebtesten Buchmacher und Wettanbieter im Vereinigten Königreich soziale und unternehmerische Verantwortung zu übernehmen.

 

In einem Aktionsplan hat William Hill jetzt seine Langzeitziele, sowie kurzfristige Meilensteine vorgestellt, darunter auch die bereits erwähnen neun Kerngebiete, in denen man zukünftig noch stärker aktiv sein wolle. Dabei handelt es sich um das bis dato umfangreichste und fundierteste Programm zum Spielerschutz in Großbritannien.

 

Die neun Kernbereiche unterteilen sich dabei in drei Subkategorien: unverzügliche Aktionen, Langzeitprogramme und Kooperationen. Jeder Bereich umfasst drei konkrete Punkte:

Direktmaßnahmen: Pilotprojekte in Form von neuen Tools, um beispielsweise Einsatz- oder Verlustgrenzen für Spieler zwischen 18 und 21 festzulegen; Bereitstellung umfangreicher Daten und Statistiken, um Spieler besser zu informieren; Ausbau der Zusammenarbeit mit Experten

 

Langzeitprogramme: Neue Angebote für Mitarbeiter in allen Abteilungen, um mit Hilfs- und Beratungsstellen zusammenzuarbeiten und Problemspieler früher und besser zu erkennen; Gründung eines Fonds zur Finanzierung von innovativen Projekten im Bereich verantwortungsvolles Spielen; Aufstellung von gezielten Kennzahlen zur Fortschrittsmessung

 

Kooperationen: Zusammenführung von Experten in Crowdsourcing-Gruppen; Einsatz für branchenweites „Account-based-play“, bei dem Spielerkonten in Echtzeit aktualisiert werden; Veränderungen im Bereich TV-Werbung während Sportveranstaltungen

Soziale und unternehmerische Verantwortung übernehmen

Gruppenleiter Philip Bowcock von William Hill führte das Konzept seines Unternehmens weiter aus und betonte dabei, dass William Hill sich als Traditionsbuchmacher, der ¾ des britischen Markts mit seinen Produkten abdecke, besonders in der Verantwortung sehe:

„Es ist selbstverständlich für uns, dass wir uns als eine der führenden Marken in Großbritannien dafür einsetzen, Spielsucht und problematisches Spielverhalten zu reduzieren. Einfach nur das Geld der Spieler anzunehmen und uns dann aus der Verantwortung zu nehmen, ist für uns keine Option.  Wir müssen die dunkle Seite des Glücksspiels anerkennen und noch besser darin werden, unseren Spielern zu helfen, sowohl online als auch in unseren Wettbüros, und das in Großbritannien und weltweit. Das erwartet die Gesellschaft von uns, das brauchen unsere Kunden und nur so ist eine nachhaltige Zukunft für William Hill möglich.“

Lyndsay Wright wurde als Leiterin für Nachhaltigkeit und Strategie mit der Durchführung und Verwaltung der neuen Kampagne betraut und wies bereits darauf hin, dass William Hills Vorhaben kein leichtes Unterfangen werden wird. Dennoch sei es die einzige Möglichkeit, einen positiven Langzeiteffekt zu erzielen und das Leben vieler Menschen zu verbessern.

 

Spielsucht kann zum ernsten Problem werden

Vorher-Nachher-Vergleich von William Hill

Vorher-Nachher-Vergleich von William Hill (Bild: williamhillplc.com)

Die Spielsucht-Problematik ist ein wichtiges Thema im Zusammenhang mit Glücksspiel und wird von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Anbietern sehr ernst genommen. So tragen beispielsweise zahlreiche Gesetze und Regeln dazu bei, dass Spieler, und angesichts der bekannten Risikogruppen vor allem junge Menschen, bestmöglich aufgeklärt und geschützt werden. Die Glücksspielaufsichtsbehörden in Europa, allen voran die britische UK Gambling Commission, überwachen zusätzlich die Einhaltung aller Vorschriften und vergeben Lizenzen nur an nachweisbar verantwortungsbewusste und seriöse Anbieter.

 

Wie William Hill auf seiner Aktionsseite darlegt, wirkt sich Spielsucht aber nicht nur auf den Betroffenen aus. Vielmehr ist auch sein Umfeld betroffen, genauer gesagt sechs Personen leiden ebenfalls darunter, wenn ein Bekannter oder Angehöriger ein problematisches Spielverhalten aufweist.

 

In einem Schaubild zeigt William Hill weitere ernüchternde Fakten zum Thema Spielsucht:

 

20 % der Scheidungsanträge nennen Glücksspiel als Grund

 

Spielsüchtige Personen sind doppelt so anfällig dafür, in eine körperliche Auseinandersetzung zu geraten

 

Drei von fünf spielsüchtigen Menschen erkranken an einer Form von Depression

 

Betroffene sind viermal stärker gefährdet, Selbstmordgedanken zu entwickeln

 

61 % der Erkrankten vernachlässigen ihre Arbeit, um zu spielen

 

30 % der Anrufer bei der Hotline der Hilfs- und Beratungsstelle GamCare berichten finanzielle Schwierigkeiten

Die 16.000 William Hill Mitarbeiter wollen sich nun dafür einsetzen, diese Zahlen merklich zu senken. Aktuell nimmt William Hill bereits jedes Jahr rund 130.000-mal Kontakt zu gefährdeten Spielern auf oder engagiert sich anderweitig in der Präventionsarbeit.