, 07.03.2018

Pokerspielerin Maria Ho

Pokerspielerin Maria Ho (mittig) könnte dieses Jahr in die Women in Poker Hall of Fame aufgenommen werden. (Bild: youtube.com)

Die Women in Poker Hall of Fame (WiPHoF) ehrt seit 2008 jedes Jahr die besten Pokerspielerinnen der Welt mit einer Aufnahme in die Ruhmeshalle des Pokerspiels. Nun hat die diesjährige Nominierungsperiode begonnen. Noch bis zum 15. März können Vorschläge eingereicht werden. Nach dem Auswahlprozess werden die Neuzugänge am 26. Juni 2018 in Las Vegas in einer feierlichen Zeremonie in die WiPHoF aufgenommen.

 

Aktuell gibt es 19 Mitglieder in der Women in Poker Hall of Fame, darunter Debbie Burkhead und Victoria Coren Mitchell, die in der letzten Runde dazugestoßen sind. Das Rennen machen dieses Jahr könnten nach Experteneinschätzungen Jennifer Tilly, Kara Scott, Maria Ho oder Haley Hintze. Als weitere potenzielle Neuzugänge für 2018 werden Mimi Tran, Shirley Rosario, Karina Jett und Nani Dollison gehandelt.

 

Von der Nominierung bis zu Aufnahmezeremonie

Bei der Women in Poker Hall of Fame handelt es sich um eine gemeinnützige Organisation, die berühmte, bekannte und erfolgreiche Frauen in der Pokerbranche auszeichnet und für ihr Engagement und ihren Beitrag zum Pokerspiel ehrt. Dabei arbeitet die WiPHoF außerdem mit der Wohltätigkeitsorganisation PokerGives zusammen, die amerikanische Kriegsveteranen und Soldatenfamilien unterstützt.

 

Gegründet wurde die Hall of Fame von Lupe Soto, einer US-amerikanischen Hobbyspielerin und begeisterten Pokerfreundin. Auch sie könnte es dieses Jahr schaffen und für ihre Verdienste zur Stärkung von Frauen im Pokerbusiness geehrt werden. Um in die WiPHoF aufgenommen werden zu können, müssen Kandidatinnen die folgenden Hauptkriterien erfüllen:

Aktivität als Spielerin oder Branchengröße seit über 10 Jahren

 

Mindestalter 35 Jahre

 

Maßgeblicher Beitrag zur Branche (Turniergewinne etc.)

Aus allen Nominierten wählt dann ein Auswahlgremium aus etablierten Branchenkennern und Medienvertretern die nächsten beiden Ehrenspielerinnen aus. Auch die bereits aufgenommenen Mitglieder sind am Auswahlprozess beteiligt.

 

Nur 3 Frauen unter 54 Mitgliedern der Poker Hall of Fame

Pokerspielerin Jennifer Harman

Pokerspielerin Jennifer Harman (Bild: iveyleague.com)

In der seit 1979 geführten und geschlechtergemischten Poker Hall of Fame befinden sich aktuell 54 Ehrenspieler. Dabei sind lediglich drei Mitglieder weiblich. 2007 wurde Barbara Enright als erste Frau in die Ruhmeshalle der weltbesten Pokerspieler aufgenommen, nachdem sie es als einzige Frau an den Finaltisch des WSOP Main Events geschafft hatte. Sie kann drei der begehrten Bracelets ihr Eigen nennen und setzte sich in einem offenen Event gegen ihre männliche Konkurrenz durch.

 

2011 folgte mit Linda Johnson die nächste weibliche Pokergröße. Als Verlegerin des Card Player Magazines, Turnierleiterin und Moderatorin für die World Poker Tour schaffte es die Amerikanerin in die Hall of Fame. 2015 wurde mit der US-Amerikanerin Jennifer Harman schließlich die dritte Frau in die PHoF aufgenommen und damit für ihre beiden WSOP Bracelets aus offenen Events ausgezeichnet. Sie schaffte es an 12 Finaltische und nimmt als einzige Frau regelmäßig an den High Stakes Cash Games im Bellagio in Las Vegas teil.

 

Im Juli 2017 wurden Phil Ivey und David „Devilfish“ Ulliott als neueste Mitglieder in die Poker Hall of Fame aufgenommen.

 

Zeichen gegen Sexismus

Die “Women in Poker Hall of Fame” ist ein wichtiger Beitrag zur Gleichberechtigung in der Glücksspielwelt. Glücksspiel, Sportwetten und Poker sind traditionell fest in männlicher Hand. Doch mit Projekten wie dem All-in Diversity Project oder dem Aufruf von Sarah Harrison, der ehemaligen Leiterin der UK Gambling Commission, wird das Thema Geschlechterungleichheit immer weiter in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Auf diese Weise erhoffen sich viele Frauen in der Branche ein Umdenken und mehr Anerkennung.

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