, October 2, 2017

Vorstellungsvideo des All-in Diversity Project

Das All-in Diversity Project steht für mehr Vielfalt und Gleichberechtigung in der Gamingwelt. (Bildquelle)

Unter dem Motto „Gender, Diversity, Inclusion“ ist eine weltweite Initiative mit dem Namen „All-in Diversity Project“ gestartet. Das Projekt stellt der Glücksspielindustrie Daten zur Verfügung, die dabei helfen sollen, das internationale Arbeitsumfeld in der Branche vielfältiger zu gestalten. Werte wie Transparenz, Messbarkeit und Praktikabilität sollen dazu beitragen, Glücksspielunternehmen Instrumente an die Hand zu geben, anhand derer sie Gleichberechtigung, Inklusion und Vielfalt in ihren Betrieben umsetzen können. Schlüssel dazu soll das Messinstrument All-Index sein. Gründerinnen der Initiative sind Christina Thakor-Rankin und Kelly Kehn. Als Partner konnten sie hochkarätige Namen wie Caesars Entertainment oder Clarion gewinnen. Aber auch Recruitment-Firmen gehören zum Partnerportfolio, die in besonderem Maße zu einer Umgestaltung der Beschäftigungswelt beitragen können.

 

Messinstrument All-Index bewertet jährlichen Fortschritt

Das All-in Diversity Project hat es sich zum Ziel gemacht, mehr Frauen in die Chefetagen von börsennotierten Unternehmen zu bringen und die Reduzierung auf Äußerlichkeiten zu beenden. Dies gilt nicht nur für Frauen, sondern auch für alle anderen Merkmale wie etwa die Hautfarbe oder den persönlichen Hintergrund eines Menschen, die in der Vergangenheit Anlass zur Diskriminierung bestimmter Bevölkerungsgruppen gegeben haben. Die Gründerinnen argumentieren, dass ein vielfältiges Team auch ein vielfältiges Publikum anspricht und so den Kundenkreis eines Glücksspielunternehmens maßgeblich vergrößern kann. Neue Perspektiven und Repräsentanten einer gesamten Gesellschaft sollen dazu beitragen, niemanden außen vor zu lassen. Um dieses Ziel zu erreichen, bietet das All-in Diversity Project Unternehmen mit dem All-Index ein interessantes Hilfsmittel:

„[Der All-Index] erstellt einen jährlichen Bericht zum Fortschritt [des Unternehmens] und gibt Empfehlungen für verschiedene Bereiche, darunter Unternehmensführung, Internes, Einstellungsverfahren, Gehaltsunterschiede, Arbeitsrecht, unbewusste Vorurteile und Marketing. Unternehmen werden anhand einfacher Maßstäbe bewertet und das Ergebnis wird einmal jährlich im Februar veröffentlicht.“

Zudem müssten die Veränderungen in der Arbeitswelt anerkannt werden und Traditionsentscheidungen hinterfragt werden, denn die nächste Generation von Arbeitskräften in der Gamingbranche stehe schon in den Startlöchern und verfolge neue Wege. Dabei möchten die Gründerinnen keine Quoten oder Agendas einführen, vielmehr soll das schlichte Bewusstsein für Vielfalt geweckt werden.

 

Ema Zajmovic als Vorbild für Frauen im Poker

Ein viel zitiertes Beispiel für erfolgreiche Frauen in der Gamingwelt ist die Kanadierin Ema Zajmovic. Sie konnte diesen Februar als erste Frau ein offenes Main Event der World Poker Tour für sich entscheiden. Sie ist eine der wenigen erfolgreichen Frauen in der Branche, die sonst klar männerdominiert ist. Die junge Frau arbeitet halbtags für einer PR-Agentur, die ihr dank flexibler Arbeitszeiten- und Orten auch das Pokerspielen ermöglicht. Dennoch ist ihr Alltag alles andere als entspannt und Schlaf kommt dabei oft zu kurz. Auf Frauen im Pokerbusiness angesprochen räumt Ema Zajmovic ein, dass es noch Zeit brauche, bis das Spiel in der Moderne angekommen sei:

„Im Poker sind die Frauen meist die Kellnerinnen oder Masseusen. So ist es eben. Es ist deswegen manchmal sehr einschüchternd, in einer Welt zu sein, in der Männer Frauen nur als Servicepersonal begreifen. So ist die Mentalität und das ist eine ganz eigene Herausforderung.”

Bei der European Poker Tour ist die Frauenquote zwar auch gering, aber die Turnierserie verfügt mit der Engländerin Vicky Coren-Mitchell über eine ganz besondere Spielerin. Die 45-Jährige gewann 2006 ihr erstes Main Event und legte 2014 mit einem erneuten Sieg nach. Damit ist sie die einzige Person, die zwei Main Events der EPT gewinnen konnte.