, 18.02.2020

Der deutsche Twitch- und YouTube-Star „MontanaBlack“ (bürg. Marcel Eris) bereut seine Werbung für Online-Casinos.

 

In einem kürzlich auf seinem YouTube-Kanal „Richtiger Kevin“ (mehr als 1 Mio. Abonnenten) erschienenen Video, sagt der Influencer, es sei einer seiner größten Fehler gewesen, „Casino-Content“ veröffentlicht zu haben.

 

Auf der Streaming-Plattform Twitch hatte „MontanaBlack“ (Spitzname „Monte“) in den vergangenen Jahren zahlreiche Videos veröffentlicht, die ihn beim Zocken in Online-Casinos zeigten. „Monte“ war zudem eine Partnerschaft mit der Glücksspiel-Seite Lapalingo eingegangen, für die er auf seinen Kanälen Werbung machte.

 

Ein Umstand, der auch den deutschen Ermittlungsbehörden nicht verborgen blieb. Sie pfändeten im Januar 2019 die Bankkonten des 31-Jährigen wegen des Verdachts des unerlaubten Glücksspiels und führten eine Hausdurchsuchung in seiner Wohnung in Buxtehude durch.

Casino-Streams haben finanzielle und gesundheitliche Folgen

Die Online-Casino-Streams brachten „Monte“ nicht nur Probleme mit der Polizei ein, sondern auch seine Gesundheit litt unter der Kontroverse, die die Streams auslösten. Zahlreiche Zuschauer kritisierten die Werbung für das Glücksspiel, weil sich auch Minderjährige den Content des Streamers ansehen. Der Stress mit der Community und die Auseinandersetzungen mit den Sponsoren habe laut „Monte“ mehr als 100.000 Euro gekostet sowie Unwohlsein und Schwindelgefühle ausgelöst.

Sind nur die Behörden für das Ende der Streams verantwortlich?

 

Dass „MontanaBlack“ seine Online-Casino-Streams aufgegeben hat, ist nicht nur dem Druck der Behörden zu schulden. Laut „Monte“ habe auch die deutsche Casino-Community einen Anteil daran:

„Erstmal muss ich wirklich sagen, und damit will ich niemand disrespecten (…), also die Community, die man sich damit aufbaut, ist unerträglich. Zumindest habe ich das so für mich empfunden (…). Der Chat ist 100 % angenehmer zu lesen ohne Casino-Content als mit Casino-Content.“

Auch das Thema Spielsucht beschäftige ihn zunehmend. Gegenwärtig frage er sich, ob sein Casino-Content einen Einfluss auf die Verbreitung der Spielsucht gehabt habe.

 

Für „Monte“ sei dies ein schwieriges Thema, weil er selbst gerne spiele. Er achte jedoch zunehmend auf ein Gleichgewicht zwischen Zocken und Abstinenz. Mittlerweile habe sich der Buxtehudener sogar in allen deutschen Casinos sperren lassen und spiele nur noch selten in Online-Casinos.