, 27.04.2020

Die schwedische Kindred Group hat ihren Zwischenbericht für das erste Quartal 2020 vorgelegt. Darin legt das Unternehmen seine jüngsten Zahlen über steigende Umsätze dar und bekräftigt sein Vorhaben, Berufung gegen die von der schwedischen Glücksspielbehörde Spelinspektionen geforderte Strafzahlung einzulegen.

 

Erfolgreiches erstes Quartal

 

Die Gruppe habe das Jahr mit einem erfolgreichen ersten Quartal begonnen, so der Bericht [Seite auf Englisch]. Das Business-Model des Unternehmens habe damit erfolgreich seine Krisenfestigkeit während der Corona-Krise bewiesen.

 

So gab das Unternehmen an, nur minimale Einschnitte erlebt zu haben, da die Mehrheit seiner Mitarbeiter aufgrund der digitalen Natur der Kindred Group den Geschäftsbetrieb von zu Hause aufrechterhalten habe.

 

Der Umsatz sei demnach um 11 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 249,7 Millionen GBP (286,3 Millionen Euro) gestiegen.

 

Trotz der positiven Entwicklungen bekräftige das Unternehmen sein Vorhaben, seine Umstrukturierungsmaßnahmen fortzusetzen. Davon seien etwa mehrere kleinere Marken betroffen, die aus dem Portfolio genommen werden sollen.

Auch seine Nachhaltigkeitsstrategie aus dem letzten Jahr wolle die Gruppe vorantreiben. Dazu habe sich das Unternehmen hohe Ziele für die Bereiche pathologisches Glücksspiel, Integrität und Fairness, Professionalität und ethische Standards sowie Mitarbeiter-Beteiligung gesetzt. Außerdem wolle das Unternehmen den Gemeinden, in denen es tätig ist, „Wissen und Ressourcen für eine bessere Zukunft“ zur Verfügung stellen.

Kindred zieht gegen Spelinspektionen vor Gericht

 

Im März hatte die schwedische Glücksspiel-Aufsicht Spelinspektionen eine Strafe in Höhe von 100 Millionen SEK (ca. 9,2 Millionen Euro) gegen die Kindred Group verhängt. Das Tochter-Unternehmen Spooniker habe, so der Vorwurf, wiederholt gegen Bonus-Richtlinien verstoßen.

 

Gegen diese Entscheidung habe das Unternehmen nun Berufung beim schwedischen Verwaltungsgericht eingereicht:

Kindred (…) wird die Berufung unermüdlich verfolgen, um die Entscheidung anzufechten und Klarheit bei der Auslegung und Anwendung des schwedischen Glücksspielgesetzes zu schaffen. Erst wenn das Berufungsverfahren abgeschlossen ist und eine endgültige gerichtliche Entscheidung getroffen wurde, wird die etwaige Geldbuße fällig.

Das Unternehmen erwartet, dass der Prozess erhebliche Zeit in Anspruch nehmen wird.