, 28.09.2021

Das Medienboard Berlin-Brandenburg will 15 Games, Virtual-Reality-Projekte sowie mehrere Serienformate mit 1,1 Mio. Euro fördern. Dies gab die Organisation am Montag in einer Pressemitteilung bekannt.

 

Zum ersten Mal soll in dem Bundesland ein größeres Spieleprojekt finanzielle Unterstützung in Höhe von 300.000 Euro erhalten. Dies sei angesichts des ständig wachsenden Marktes möglich, erklärte der Geschäftsführer New-Media-Förderung Medienboard, Helge Jürgens:

Der Games-Standort Berlin-Brandenburg boomt und das Antragsvolumen steigt auch in qualitativer Hinsicht. Durch die Kombination von Landes- und Bundesförderung können wir neben Nachwuchsprojekten erstmalig auch ein größeres Spiel mit 300.000 Euro fördern.

Neben der Games-Branche sollen auch VR-Projekte und serielle Formate in Kooperation mit RTL Deutschland eine Förderung erhalten, erklärte Jürgens.

 

Games-Projekt in Berlin-Brandenburg erhält erstmals Förderung von 300.000 Euro

Ein Förderbetrag von 300.000 Euro soll in das Games-Projekt „Ocean“ von Jo-Mej Games fließen. Dabei handele es sich um den höchsten Betrag, mit dem jemals ein einzelnes Projekt unterstützt worden sei, berichteten Branchenmedien. Das Abenteuer-Spiel, das auf hoher See spielt, soll für den PC sowie für Konsolen erhältlich sein.

 

Über eine Million Euro sind schon zu Beginn des Förderjahres 2021 an 13 verschiedene Projekte geflossen, darunter zehn Spiele für PC, Konsole und Smartphone. Davon konnte das Projekt „Ocean“ mit einem Förderbetrag von 45.000 Euro bereits profitieren.

Spieleschmiede mit Potenzial

 

Dass der Rekordbetrag von 300.000 Euro an das Berliner Studio Jo-Mej Games floss, dürfte an dem großen Erfolg des letzten Titels „Sea of Solitude“ liegen. Das Spiel erhielt den Deutschen Computerpreis 2020 in der Kategorie „Beste Spielewelt und Ästhetik“ und war zudem für den Hauptpreis nominiert.

 

Auch den Gaming-Giganten Electronic Arts (EA) konnte die Qualität von „Sea of Solitude“ im Jahre 2019 überzeugen. Als erstes Spiel aus einem deutschen Entwicklerstudio hielt das Game Einzug in das Indie-Programm von EA Originals.

Hohe Förderbeträge für Berliner Games-Studios

Auch andere Studios der Region profitieren vom Förderprogramm. So soll das VR-Simulationsspiel „Automaton Workshop“ von Mad about Pandas eine Produktionsförderung von 150.000 Euro erhalten.

 

Weitere 63.000 Euro sollen an „Driftwood“ von Suspicious Luggage gehen und 30.000 Euro erhält das Entwicklerstudio Dexai Arts für sein Abenteuerspiel „A Tongue Like A Sword“.

 

Zusätzlich sollen das Science-Fiction-Taktikspiel “Wagon Train to the Stars“ von Stellar Cartography Interactive sowie das Strategie-Kartenspiel „Planet B“ von Mostly Harmless Games mit 74.000 Euro, bzw. 70.000 Euro bezuschusst werden.