, 07.05.2020

Seit Beginn der COVID-19-Pandemie hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) einen Großteil seiner Energien in die hauseigene E-Sport-Abteilung investiert. Und zwar mit großem Erfolg, wie der BFV am Donnerstag auf seiner Webseite erklärte.

 

Im Monat April seien insgesamt 39 E-Sport-Turniere online ausgetragen worden, an welchen sich insgesamt 2.536 Spieler beteiligt hätten.

 

Besonders großen Zulauf hätten die anlässlich COVID-19 ins Leben gerufenen Turnierserien „#StayAtHome-Cups powered by Saturn“ und #StayAtHome Vereinschallenge powered by Saturn“ erfahren.

Die beiden Turnierserien unter dem Motto #StayAtHome fanden zwischen dem 24. März und dem 30. April immer dienstags und donnerstags statt. Zu Beginn registrierten sich insgesamt 1.200 Spieler, um an den 18 Einzelturnieren teilzunehmen. Den Sieg sowohl im #StayAtHome-Cups als auch in der Vereinschallenge holte sich der in der Szene bekannte Yannic ‚Yannic0109‘ Bederke vom TSV Oettingen.

Ebenfalls mit großem Erfolg seien die eVereinsturniere des Bayerischen Fußball-Verbandes gestartet. Am 18. April seien dazu 18 bayerische Amateurclubs mit insgesamt knapp 1.000 Teilnehmern online zusammengekommen.

 

Gleichzeitig hätten auch die Profivereine FC Augsburg und der 1. FC Nürnberg fünf Vereinsturniere ausgerichtet, an welchen gut 600 Personen teilgenommen hätten.

 

Robert Schraudner, der Vizepräsident des BFV, zeigt sich sehr zufrieden über die Wochen intensiven E-Sportes. Im Vereinsstatement sagt er:

Die große Zahl an Teilnehmern bei den #StayAtHome Cups und die Vielzahl an eFootball-Turnieren zeigt, dass es richtig war, als Verband beim Thema eFootball mitzuspielen […] Dass auch Profivereine unsere Plattform nutzen, um mit ihren Fans zu interagieren, ist für uns der Beweis, dass wir mit unserer Angebotsvielfalt auf dem richtigen Weg sind.

Der BFV plant, den E-Sport auch nach Abklingen der Corona-Krise intensiv voranzutreiben. So sollen insbesondere die im Februar gegründeten eFootball Bayernligen Nord und Süd, an welchen sich 36 Teams beteiligen, gefördert werden.

 

Der Saison solle dann die erste bayerische eFootball-Meisterschaft folgen, in welcher die jeweils besten vier Teams jeder Liga um den Titel kämpfen.

 

Wird der Freistaat Bayern zum E-Sport-Vorreiter?

Ob sich jedoch auch die großen Bundesliga-Vereine, insbesondere der FC Bayern München, in Zukunft beteiligen werden, ist ungewiss. Da sich vor allem Ex-Boss Uli Hoeneß dem E-Sport gegenüber immer wieder negativ geäußert hatte, stieg der Verein erst verhältnismäßig spät in den Konsolen-Sport ein.

 

Im Dezember letzten Jahres präsentierte der Club schließlich sein erstes offizielles E-Sport-Team. Stefan Mennerich, beim FC Bayern Direktor für Medien, Digitales und Kommunikation, erklärte zu der Zeit, dass der Verein nun mit der Zeit gehen wolle.

 

Ob die Bestia Negra es jedoch auch im E-Sport bis ganz an die Spitze schaffen wird, bleibt abzuwarten.