, 28.09.2020

In der belgischen Küstenstadt Middelkerke soll ein neues Casino entstehen. Der äußeren Form nach einem gigantischen Hafenpoller nachempfunden soll die künftige Spielbank direkt am Strand die neue Hauptattraktion der Stadt werden.

 

Wie die westflämische Zeitung De Krant Van West-Vlaanderen berichtet [Seite auf Niederländisch], habe der zuständige Bewertungsausschuss der Stadt den Bauauftrag einstimmig an das niederländische Bauunternehmen Nautilus vergeben.

 

Entworfen worden sei das Casino ebenfalls von einem Niederländer, dem Hauptarchitekten Reinold Top des Architekturbüros Zwarts & Jansma. Gegenüber der belgischen Presse bezeichnete er das geplante Gebäude bereits jetzt als „Blickfang an der belgischen Küste.“

Das Casino soll an derselben Stelle errichtet werden, an der sich bis 2017 bereits das Casino Middelkerke befand. Da die Bausubstanz des Casinos über die Jahre stark beschädigt wurde und im Inneren des Casinos gefährliche Mengen Asbest gefunden wurden, musste die Stadt es damals abreißen.

Eine millionenschwere Investition in den Tourismus

Über die genauen Kosten des Projekts scheinen sich die Medien uneinig zu sein. Während einige Zeitungen von Kosten in Höhe von 35 bis 39 Mio. Euro sprechen, betiteln andere das Projekt als eine 41 Mio. Euro schwere Investition.

 

Die ungefähre Größenordnung lässt jedoch darauf schließen, dass die Stadt Middelkerke sich das neue Casino einiges kosten lässt. Laut Bürgermeister Jean-Marie Dedecker stehe die Bevölkerung jedoch hinter dem Projekt.

Es wird das neue Gesicht von Middelkerke und wie eine Ikone über unsere Landesgrenzen hinausstrahlen. Es ist aus architektonischer Perspektive fantastisch, aus städtebaulicher Perspektive gut durchdacht und im Rahmen des Budgets. Wichtig ist auch, dass es den Anwohnern auch weiterhin den Meerblick garantiert.

Die Bewohner der Stadt hätten ab sofort auch die Gelegenheit, sich in das Projekt einzubringen, ihrer Meinung kundzutun oder Änderungsersuchen einzureichen.

 

Bislang sei geplant, dass das Casino-Gebäude neben großen Spielflächen auch einen 1.500 Quadratmeter großen Eventsaal sowie mehrere Boutiquen und Restaurants enthalten soll. Gästen sollen darüber hinaus 60 Hotelzimmer und 200 Parkplätze zur Verfügung gestellt werden.

 

Wenn die Rechnungen des Bürgermeisters aufgehen, soll das Casino der Stadt langfristig 2,5 Mio. Euro jährlich einbringen. Bei pünktlichem Baubeginn im Frühjahr 2021 solle das Casino dann im Sommer 2023 erstmals seine Pforten für Besucher öffnen dürfen.