, 23.07.2020

Sportwetten-Anbieter BetKing ist neuer Namenssponsor der kenianischen Premier League. Der nigerianische Glücksspiel-Betreiber folgt damit auf den bei der Regierung Kenias in Ungnade gefallenen Buchmacher SportPesa. Nun äußerte sich der Präsident der Football Kenya Federation (FKF) zu den Details des 5-Jahres-Deals.

 

11,1 Mio. USD für die Premier League

 

Seit der vergangenen Woche steht Buchmacher BetKing als neuer Hauptsponsor der kenianischen Premier League fest. Die Klubs der höchsten Spielklasse sollen künftig jeweils jährlich mit umgerechnet mindestens 64.000 EUR unterstützt werden. Insgesamt, so ließ die FKF verlauten, handele es sich um eine Unterstützung des Nationalsports durch den Wettbetreiber in Höhe von umgerechnet 11,1 Mio. USD.

 

Teil des Neuanfangs sei auch die Veröffentlichung einer App, mit der Fans künftig alle kenianischen Top-Spiele live verfolgen könnten, so FKF-Präsident Nick Mwendwa:

Alle Spiele werden live in einer digitalen App übertragen, die im AppStore und im PlayStore heruntergeladen werden kann. Abonnenten zahlen Sh 200 [umgerechnet rund 1,60 Euro, Anm. d. Red.], um ein Spiel ihrer Wahl zu sehen, und dies summiert sich zu den Einnahmen, die an die Clubs gehen.

BetKing Premier League

 

Künftig soll die bisherige Kenyan Premier League (KPL) den Namen BetKing Premier League (BPL) tragen. Auch auf den Trikots aller 18 Top-Klubs wird der Glücksspiel-Anbieter vertreten sein.

 

Im Gegenzug, so erklärte Mwenda, zahle BetKing der Premier League binnen sieben Tagen nach Vertragsabschluss eine erste Tranche von umgerechnet rund 104.000 Euro. Ab Saisonbeginn im September sollen im ersten Vertragsjahr weitere umgerechnet rund 1,8 Mio. Euro fließen. Diese Summe steige 2021 um 5 % und in den letzten drei Vertragsjahren um weitere 10 %.

Ronald Karauri, CEO des Buchmachers SportPesa, warf der FKF via Twitter vor, statt eines einheimischen Sponsors den nigerianischen Bewerber BetKing ausgewählt zu haben. Der bisherige Marktführer SportPesa hatte sich 2019 wegen Auseinandersetzungen mit der Regierung von Präsident Kenyatta aus Kenia zurückgezogen. Dies bedeutete auch das Ende des Sponsorings für die Premier League durch den Buchmacher. Die Folge waren massive finanzielle Schwierigkeiten für Verbände und Teams.

Die Kenya Women Premier League werde mit jährlich umgerechnet rund 80.000 Euro aus den Sponsorengeldern bedacht. In einem separaten Vertragswerk sicherte BetKing zudem die finanzielle Unterstützung der dritten kenianischen Liga FKF Division One mit umgerechnet rund 800.000 Euro zu.

 

Mit dem Eintreten von BetKing in den Profi-Fußball verschiebt sich erneut das Kräfteverhältnis auf dem kenianischen Wettmarkt. Ob SportPesa nach dem Wegfall eines seiner Hauptdruckmittel, der maßgeblichen Finanzierung des Nationalsports, eine Rückkehr gelingen kann, bleibt abzuwarten.

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