, 21.02.2021

Der Bitcoin ist nicht erst seit seinem steilen Kursanstieg der letzten Tage in aller Munde. Auch die Casino- und Unterhaltungsbranche von Las Vegas hat den Trend erkannt und stellt sich auf die boomende Kryptowährung ein.

 

So ist es für Einwohner und Touristen in vielen Geschäften und Hotels inzwischen möglich, mit Bitcoins zu bezahlen. Doch auch die Casino-Branche verfolge die Entwicklung nach Ansicht von Finanzexperten mit großem Interesse.

 

Casino-Vorreiter in Las Vegas

Vorreiter der Entwicklung sind das The D Casino und das Golden Gate Hotel. Die beiden Glücksspiel- und Entertainment-Unternehmen haben bereits 2014 damit begonnen, Bitcoins in einzelnen Geschäftsbereichen als optionale Zahlungsart zu akzeptieren.

 

Allerdings war der Casino-Bereich bisher von der Kryptozahlung ausgenommen. Stattdessen können Gäste im Hotel, in den Restaurants, Cafés und Bars sowie an der Rezeption ihre Rechnungen mit Bitcoins begleichen.

Die Glücksspielwirtschaft arbeitet derzeit an Lösungen zur Integration von Kryptowährungen. Anfang Januar erklärte das Unternehmen International Game Technology, weltgrößter Hersteller von Spielautomaten, dass man Techniken entwickle, um Kryptowährungen als virtuelle Zahlungsmöglichkeit in Glücksspielgeräte zu integrieren.

Um mit der Kryptowährung bezahlen zu können, empfiehlt das Golden Gate seinen Gästen neben dem virtuellen Zahlvorgang die Nutzung spezieller Bitcoin-Geldautomaten. An denen könnten sie das digitale Geld bequem in echte Dollar eintauschen.

 

Die wachsende Popularität dieses Angebotes ist in Las Vegas inzwischen buchstäblich an jeder Straßenecke sichtbar. So gibt es über die Spielerstadt verteilt mittlerweile 149 Automaten für den Tausch verschiedenster Kryptowährungen in Bargeld.

 

Hohe Volatilität ein Problem

Bis sich die Akzeptanz der Bitcoins in Casinos jedoch endgültig durchsetzt, könnte Beobachtern zufolge noch eine gewisse Zeit verstreichen. Hauptproblem sei die hohe Volatilität der Währungen.

 

Wenn der Kurs an einzelnen Tagen im zweistelligen Prozentbereich schwanke, erschwere dies den Casinos das Controlling ihrer Einnahmen. Gegenüber dem Nachrichtensender KNTV Las Vegas veranschaulichte Jackie Morck, CEO der Kryptowährung-Handelsplattform Totem, das Problem:

Nehmen wir an, jemand spielt mit einem Dollar und verliert diesen Dollar. Jetzt hat das Casino diesen Dollar und am nächsten Tag sinkt der Wert von Bitcoin und der Dollar ist nur 0,30 Dollar wert. Am nächsten Tag danach steigt der Bitcoin und der Wert liegt möglicherweise bei 2 Dollar.

Die Casinos müssten sich somit entscheiden, ob sie das Kryptogeld stets sofort nach Zahlung in Dollar eintauschen. Die andere Möglichkeit sei, den Betrag zu halten, um auf Kursgewinne zu spekulieren.

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