, 25.09.2020

Der britische Finanzminister Rishi Sunak hat am Donnerstag Einzelheiten zum Job-Support-Programm bekanntgegeben. Das Programm soll die derzeitigen finanziellen Hilfsmaßnahmen ersetzen und jene Unternehmen unterstützen, die von der Sperrstunde ab 22 Uhr betroffen sind. Diese wurde am Dienstag von der Regierung beschlossen und gilt für alle Freizeiteinrichtungen wie Spielstätten und Pubs.

 

Die Casinos dürften demnach auch von dem Hilfsprogramm profitieren. Nach Angaben des Guardian [Seite auf Englisch] ähnele das britische Finanzierungspaket der deutschen Kurzarbeitergeld-Regelung.

Das neue System des Finanzministeriums sieht vor, dass die Regierung ein Drittel der Löhne der Arbeitnehmer subventioniert, die in Teilzeit arbeiten – mit Zuschüssen von maximal 697 GBP pro Monat.

 

Wirtschaftsführer kritisierten Sunaks Vorschlag, da der Beitrag der Regierung zu den Löhnen im Vergleich zu dem Anfang dieses Jahres eingeführten Urlaubsprogramm, bei dem zunächst 80 % eines Monatslohns bis zu 2.500 GBP gezahlt wurden, stark sinken werde. Im Rahmen des neuen Systems beteilige sich die Regierung nur zu 22 %.

 

Voraussetzung für die Berechtigung zum Erhalt der Hilfen sei zudem, dass der Arbeitnehmer mindestens 33 % seiner Arbeitszeit ableisten müsse. Laut dem Guardian gebe es Bedenken, denn Arbeitnehmer in Unternehmen, die aufgrund der Sperrstunde zur Schließung gezwungen seien, blieben möglicherweise ohne Unterstützung.

Glücksspiel-Verband: Hilfen reichen nicht aus

Der Vorstandsvorsitzende des Wett- und Glücksspielrates, Michael Dugher, gab zum Job-Support-Programm, das Sunak in seinem Haushaltsplan für die kommenden Monate angekündigt hatte, eine Stellungnahme ab.

 

Er sagte:

Der Kanzler hat zumindest einen Teilbeitrag zur Unterstützung der Casinos geleistet, die ein wichtiger Bestandteil der Hotellerie-, Freizeit- und Tourismusbranche sind und zur wirtschaftlichen Erholung des Landes beitragen werden. Wir haben um seine Hilfe gebeten und freuen uns, dass er uns zugehört hat.

Allerdings bringe das Programm nicht die erhoffte Linderung, denn die Casinos hätten in den letzten Tagen und Wochen erhebliche Verluste erlitten und benötigten jede Unterstützung.

 

Den Betreibern der Casinos sei es zudem weitaus lieber, eigenständig zu handeln, als sich auf Subventionen zu verlassen. Dennoch bringe das Programm eine Atempause nach den anstrengenden Tagen.

 

Die Branche sei stolz darauf, dass so viele Arbeitsplätze erhalten geblieben seien. Das Programm helfe dabei, die Zeit der Ausgangssperre zu überstehen.