, 19.03.2021

Der österreichische Casino-Betreiber Casinos Austria ist einer der heißen Kandidaten für ein integriertes Casino-Resort in der japanischen Metropole Nagasaki. Wie das Branchenmagazin GGRAsia [Link auf Englisch] heute Morgen berichtet hat, sei der Ableger Casinos Austria International Japan im Bewerbungsprozess um das Casino-Projekt eine Runde weitergekommen.

 

Mit dem Glücksspielkonzern konkurrierten noch zwei Mitbewerber. Die in Hongkong ansässige Unternehmensgruppe Oshidori International und der US-amerikanische Bauinvestor NIKI Group. Aus dem Verfahren ausgeschieden seien die Current Group und One Kyushu.

Um den Tourismus im Land anzukurbeln, hatte die japanische Regierung im Jahre 2018 beschlossen, Casino-Resorts zu erlauben. Zahlreiche Casino-Investoren wie MGM, Wynn und Las Vegas Sands hatten sich darum bemüht, eine der Casino-Lizenzen in Japan zu erhalten. Allerdings hatten intransparente Lizenzbedingungen und hohe Kostenprognosen in den vergangenen zwei Jahren für einen Rückzug namhafter Interessenten gesorgt. Sowohl Wynn Resorts als auch Las Vegas Sands hatten ihre Casino-Pläne in Japan eingestampft.

Wie sehen die Pläne von Casinos Austria konkret aus?

 

Laut dem Newsportal Inside Asian Gaming sei bislang nur wenig über die konkreten Casino-Pläne von Casinos Austria International Japan bekannt.

 

Im vergangenen August hatte deren Präsident Akio Hayashi allerdings in einem Interview umrissen, wieso die Wahl für einen Casino-Standort nicht auf die Metropolen Tokio oder Osaka, sondern auf das ländlichere Nagasaki gefallen sei:

„Nagasakis Behörden untersuchen IRs [Integrierte Casino-Resorts, Anm. d. Red.] tiefgehend und erwerben das notwendige Know-how. Im Vergleich zu anderen Bewerber-Städten gibt es viel Potenzial (…). Wenn wir irgendeine Zusammenarbeit schaffen können, wäre dies eine äußerste Ehre. Wir glauben, dass wir anstatt als Kandidat ein reiner Betreiber zu sein, eine Beziehung gegenseitiger Liebe führen können.“

Handfeste Details zum neuen Casino-Projekt blieb Hayashi allerdings schuldig. Dies könnte sich jedoch bald ändern.

 

GGRAsia zufolge solle im nächsten Schritt des Auswahlverfahrens ein „kompetitiver Dialog“ mit den möglichen Partnern und der Stadt Nagasaki entstehen. Im Mai solle dann ein „Redlichkeits-Test“ mit den Bewerbern stattfinden.

 

Für den August seien die Projekt-Präsentationen der verbliebenen Interessenten geplant. Sollte Casinos Austria International Japan dann noch im Rennen sein, könnten mehr Einzelheiten zu den Projekt-Ideen des Konzerns bekannt werden.