, 20.11.2020

In der spanischen Region Katalonien bleiben Casinos und Spielhallen trotz anderweitiger Lockerungen der Corona-Regelungen weiterhin geschlossen. Mit Öffnungen kann frühestens ab Januar gerechnet werden. Dies hat die katalanische Regierung in ihrem gestern Abend veröffentlichten Plan zu schrittweisen Öffnungen mitgeteilt.

 

Öffnung nur für Bars und Restaurants vorgesehen

 

Der Plan der katalanischen Regierung [Dokument auf Katalanisch] sieht eine Deeskalation in vier Phasen vor. Jede der Phasen dauert mindestens 15 Tage an, kann je nach Veränderung der Covid-19-Fallzahlen jedoch verlängert oder gar abgebrochen werden.

In sämtlichen vier Phasen müssen Casinos, Spielhallen und Bingo-Hallen weiterhin geschlossen bleiben. Somit wird deren Öffnung frühestens ab Mitte Januar wieder möglich sein.

 

Öffnen dürfen dagegen Bars und Restaurants einschließlich jener, in denen Spielautomaten aufgestellt sind. In der ersten Phase der Lockerungen dürfen diese von 6:00 Uhr bis 21:30 Uhr öffnen. Von 18:00 Uhr bis 21:30 Uhr ist allerdings nur das Servieren von Abendessen erlaubt.

 

Andere Regionen und Länder setzen auf Schutzmaßnahmen statt Schließungen

 

Andere autonome Gemeinschaften Spaniens haben für Glücksspieleinrichtungen zwar verschärfte Schutzmaßnahmen eingeführt, aber weiterhin auf deren Öffnung gesetzt.

Andalusien hat Anfang November nächtliche Freizeiteinrichtungen wie Diskotheken vollständig geschlossen, Casinos und Spielhallen aber mit begrenzter Gästezahl den Betrieb bis 18:00 Uhr erlaubt. Auch in Spaniens Hauptstadtregion Madrid bleiben Casinos und Spielhallen weiterhin geöffnet. Allerdings dürfen auch sie nur eine begrenzte Kundenzahl einlassen und müssen um 24:00 Uhr schließen.

Geschlossen bleiben Casinos, Spielhallen und Wettbüros allerdings in der autonomen Region Castilla y León. Luis Gonzáles vom dortigen Branchenverband, der Asociación de Empresarios de Salas de Juego de Castilla y León, hatte hierzu gegenüber der lokalen Presse schon vor wenigen Tagen geäußert:

Dies ist der endgültige Schlag für den Freizeitsektor.

Insgesamt hätten durch die Covid-19-Maßnahmen 20 % der Wettbüros dauerhaft schließen müssen.

 

Auf Kritik stieß auch die Entscheidung der deutschen Regierung, Spielhallen, Wettbüros und Casinos ab dem 2. November in den Lockdown zu schicken. So hatte etwa der Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) darauf hingewiesen, dass durch die wochenlange Schließung eine Abwanderung der Spieler in illegale Angebote drohe.

 

In Großbritannien dagegen lobte der britische Wett- und Glücksspielverband die Entscheidung der Behörden in Wales, nach einem 17-tägigen Lockdown die Glücksspielbetriebe wieder zu öffnen. Im Rest des Landes dagegen bleiben sie weiterhin geschlossen.

 

Ob auch in Katalonien trotz der jetzigen Entscheidung vorzeitige Öffnungen möglich sein werden, dürfte stark von den sich entwickelnden Covid-19-Fallzahlen abhängen.

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