Freitag, 20. Mai 2022

Christiano Ronaldo: 18,8 Millionen Euro Strafe und 2 Jahre auf Bewährung

Cristiano Ronaldo||

Cristiano Ronaldo

Christiano Ronaldo muss wegen Steuerhinterziehung blechen. (Bild: zdf.de)

Superstar Christiano Ronaldo hat seine Steuerprobleme offenbar in den Griff bekommen. Wie jetzt bekannt wurde, soll der Fußballer vergangene Woche einen Deal mit der spanischen Staatsanwaltschaft über eine Geldstrafe in Höhe von 18,8 Millionen Euro und zwei Jahre auf Bewährung wegen Steuerhinterziehung ausgehandelt haben. Dies bestätigte das Umfeld des Rekordfußballers gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Der portugiesische Ausnahmesportler und amtierende Weltfußballer steht bereits seit Sommer 2017 in Pozuelo de Alarcón bei Madrid vor Gericht. Damals leugnete er die Vorwürfe noch, mittlerweile soll er laut spanischen Medien vier Steuerdelikte eingestanden haben.

Auch Ronaldos Erzrivale Lionel Messi wurde bereits als Steuersünder entlarvt. Der Argentinier musste 2017 über 2 Millionen Steuern nachzahlen und wurde ebenfalls zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Von 14,7 auf 18,8 Millionen

Ronaldo erscheint vor Gericht

Ronaldo erscheint 2017 vor Gericht (Bild: blick.ch)

Ursprünglich stand beim Verhandlungsbeginn im Juli 2017 noch ein Betrag von rund 14,7 Millionen Euro zur Debatte, den Christiano Ronaldo während seiner Zeit bei Real Madrid von 2011 bis 2014 am spanischen Fiskus vorbeigeschleust haben soll. Die Einnahmen aus Bild- und Werberechten sollen auf Konten in Steueroasen wie beispielsweise den Britischen Jungferninseln geflossen sein.

Schließlich soll sich der Stürmer mit den Behörden sogar auf eine Rückzahlung in Höhe von 18,8 Millionen Euro inklusive Strafgeld und Zinsen geeinigt haben. Hinzu kommt eine 2-jährige Haftstrafe, die in diesem Umfang in Spanien jedoch üblicherweise zur Bewährung ausgesetzt wird. Für jedes der vier Vergehen fällt dabei ein Bewährungszeitraum von sechs Monaten an. Seine Anwälte sollen sogar versuchen, die Bewährungsstrafe in eine weitere Geldstrafe umzuwandeln.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Sobald es dies ist, gilt der beste Fußballer der Welt fortan als vorbestraft. Zum Verhandlungsbeginn letztes Jahr betone er noch seine Unschuld.

Deal anstatt Gefängnis

Die spanischen Medien munkeln, dass „CR7“ den Fall noch vor der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft in Russland abschließen wollte. Ohne einen Deal nach Geständnis stünde für den 33-Jährigen mit einer potenziellen Gefängnisstrafe wesentlich mehr auf dem Spiel. Auch wurde der Prozess gegen ihn noch nicht offiziell eröffnet, sondern es wurden nur erste Anhörungen abgehalten.

Mit seinem Team steht Christiano Ronaldo seit dem Auftaktspiel gegen Spanien vergangenen Freitag wieder auf dem Platz. Mit drei Toren im Alleingang und einem Unentschieden gegen die hochgehandelten Spanier bewies der 33-Jährige einmal mehr, dass er zu Recht als der derzeit beste Spieler der Welt gilt.

Vermasselter WM-Auftakt für Deutschland

Mexiko hat Deutschland besiegt

Mexiko hat Deutschland besiegt (Bild: zdf.de)

Für Deutschland hat sich der WM-Auftakt im Gegensatz zu Portugal weniger erfreulich gestaltet. Die deutsche Mannschaft verlor gestern in ihrem ersten Gruppenspiel überraschend gegen Mexiko. Ein überfälliges Tor von Hirving Lozano in der 35. Minute brachte dem amtierenden Weltmeister eine schmerzliche Niederlage ein.

Die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw zeigte sich passiv und unmotiviert auf dem Platz, scheute die Konfrontation und ließ den flinken Mexikanern reichlich Raum. Die deutsche Abwehr entblößte klare Schwachstellen mit Khedira und Kimmich, während die vereinzelten Pässe zu Stürmer Timo Werner nur selten ankamen. Kapitän Manuel Neuer, der nach seiner Verletzungspause wieder zurück auf dem Platz ist, gehörte zusammen mit WM-Neuling Marvin Plattenhardt und dem eingewechselten Offensivspieler Marco Reus noch zu den stärkeren Spielern.

Beim nächsten Gruppenspiel gegen Schweden am kommendem Samstag geht es für die deutsche Mannschaft dann um alles. Nur ein Sieg könnte das Team noch in die K.O.-Phase retten.