Dienstag, 17. Mai 2022

Das Metaverse: Die Zukunft des Pokers in Decentraland und Co?

Frau vor Spielkarten, Avatar Ersetzen Avatare im Metaverse bald das Poker-Erlebnis in der realen Welt? (Bild: Pixabay)

Das Metaverse gilt mit seinen immersiven digitalen Welten als Zukunft des Internets. Auch in der Poker-Welt häufen sich die Schlagzeilen zu Angeboten, die Techniken wie Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Blockchain nutzen, um Spielern realitätsnahe Erfahrungen im World Wide Web zu bieten. Zu diesen gehört die Play-to-Earn-Pokerplattform Decentral Games, auf der die Nutzer im Decentraland spielen können.

Poker- und Glücksspiel-Angebote im Metaverse

Decentraland gilt als einer der großen Player in Sachen Metaverse.

Der Begriff „Metaverse“ tauchte erstmals in dem Sciene-Ficion-Roman „Snow Crash“ des Autors Neal Stephenson auf, der 1991 veröffentlicht wurde. Darin wird das Metaverse als virtuelle Realität beschrieben, in der sich Menschen auf der ganzen Welt in Form von Avataren bewegen. Somit gilt das Metaverse als digitale Welt, die parallel zur realen, physischen Welt aufgebaut ist.

Ex-Amazon-Manager und Investor Matthew Ball [Seite auf Englisch] zufolge enthalte das Metaverse nicht nur austauschbare digitale Gegenstände, sondern auch eine eigene Wirtschaft. Damit sollen Unternehmen im Metaverse investieren, Käufe und Verkäufe vornehmen und sogar Arbeitsplätze schaffen können.

Bei Decentraland handelt sich um eine Blockchain-basierte Plattform. Auf ihr tauchen die Benutzer in eine virtuelle Welt ein, in der sie Grundstücke, Immobilien, aber auch virtuelle Gegenstände wie Kleidung kaufen können. Doch auch Pokerspieler können hier ihrer Leidenschaft nachgehen, so zum Beispiel im Casino von Decentral Games.

Benutzer-Zahlen derzeit noch gering

Wie die Blockchain-Nachrichten-Plattform CoinDesk in dieser Woche schreibt, habe das Decentral Games Casino in den vergangenen drei Monaten mit einer täglichen Besucherzahl von 5.000 einen Umsatz von 7,5 Mio. USD gemacht. Ein Fünftel von ihnen seien Poker-Spieler. So erklärte der Gründer von Decentral Games, Miles Anthony, CoinDesk gegenüber:

Zu jeder Zeit haben wir über 1.000 Spieler, die Poker spielen. […] Das hört sich nicht nach vielen Nutzern an, aber wenn es um das offene Metaverse geht, ist das ziemlich beachtlich, wenn man bedenkt, dass das Hauptproblem bei Metaversen derzeit ist, dass sie leer sind.

Ein weiteres Projekt, das in Sachen Poker auf das Metaverse setzt, ist PokerFi. Hierbei handelt es sich um ein Projekt zur Schaffung einer Pokerplattform, auf der Nutzer unter anderem ein eigenes Casino bauen, darin Turniere erstellen und von den Einnahmen profitieren können sollen.

Obwohl der Begriff Metaverse mehr und mehr Interessenten anzieht, ist das Angebot an Pokerplattformen diesbezüglich bisher gering. Dies hinge CoinDesk zufolge mit der Regulierung zusammen. Als erste Play-to-Earn-Pokerplattform habe Virtue Gaming Ende des vergangenen Jahres eine Lizenz der Malta Gaming Authority erhalten.

Poker-Fans dürften mit dem Wachsen der Metaversen weitere solcher Angebote erwarten.