Montag, 16. Mai 2022

Von Las Vegas bis Köln – Die neuesten Casino Nachrichten aus aller Welt

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Casinos – immer für spannende Nachrichten gut (Bild: Pixabay)

Atlantic City – Meth-Labor nach Feuer im Tropicana entdeckt

Einen äußerst ungewöhnlichen Ort für ihr illegales Drogenlabor haben sich Anfang der Woche drei Männer in Atlantic City ausgesucht. Um Crystal Meth zu produzieren, mieteten sie sich ein Zimmer in der 44. Etage des Tropicana Casino Resorts in Atlantic City. Scheinbar gerieten dabei die leicht entflammbaren Substanzen, die für die Produktion nötig sind, außer Kontrolle. Es entstand ein Feuer, das morgens um kurz vor zehn von den Brandmeldern registriert wurde.

Die Feuerwehr rückte auf der Stelle aus und brachte den Brand rasch unter Kontrolle. Trotzdem mussten während der Löscharbeiten aufgrund der Rauchentwicklung mehrere Stockwerke des Casino Resorts evakuiert werden. Als Unfallermittler später den Brandherd besuchten, entdeckten sie die ungewöhnliche Zimmerausstattung. Für die schnelle Identifizierung der Täter konnte die Polizei auf Daten aus den Überwachungskameras zugreifen, die kurz nach Ausbruch des Feuers der flüchtenden Männer aufgezeichnet hatten.

Las Vegas – neues Hotel & Gewinne wie immer

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Mekka des Glücksspiels (Bild: Pixabay)

Das Las Vegas Fontainebleau war als eines der größten Casino-Projekte in der Spielerstadt geplant, und endete 2009 mit einer halbfertigen Ruine in einer riesigen Pleite. Seitdem lag das Filetgrundstück am Strip brach. Nun plant die Marriott-Grippe, das Projekt wiederaufleben zu lassen. So verkündete das Unternehmen, an dem Standort unter dem Namen „The Drew Las Vegas“ einen kombinierten Casino- und Hotelkomplex mit 4.000 Zimmern auf 63 Etagen zu errichten.

Doch nicht nur Glücksspiel ist in Las Vegas überaus populär. Daneben hat es sich als wichtiger Veranstaltungsort ertabliert. Aus diesem Grund sollen darüber hinaus auf über 50.000 Quadratmetern Tagungs- und Messeflächen entstehen. Die Eröffnung der ersten Marriott-Dependance auf dem weltberühmten Strip ist für 2020 geplant.

Dass Las Vegas zu Recht von vielen als globales Unterhaltung– und Glücksspiel-Mekka gesehen wird, zeigte sich letzte Woche wieder, als ein Tourist aus Wisconsin einen Millionen-Jackpot knackte. Der Mann hatte das Fremont Casino Las Vegas besucht und dort am IGT „Wheel of Fortune“-Glücksrad den Jackpot in Höhe von 1,23 Millionen US-Dollar geknackt – und das beim Einsatz von nur zwei Dollar.

Das Fremont scheint ein lohnender Ort für Jackpot-Fans zu sein, denn erst letzten August gewann ein anderer Spieler an gleicher Stelle bei IGTs „Megabucks“ 1,18 Millionen Dollar. Im Vergleich dazu nimmt sich der Bingo-Gewinn einer Frau geradezu klein aus. Die Dame nahm letzte Woche in Las Vegas nach einer Partie des beliebten Spiels eine Summe von über 110.000 Dollar mit nach Hause. Für das amerikanische Spielerparadies mag das nicht der Rede wert sein, nach hiesigen Maßstäben ist der Gewinn jedoch allemal eine Meldung wert.

Macau – Neues Mega-Resort eröffnet

Nach einigen Verzögerungen hat MGM an Macaus Cotai-Strip in dieser Woche ein neues Mega-Resort eröffnet. Unter anderem verzögerte sich die Eröffnung aufgrund von Verwüstungen des Taifuns „Hato“, welcher Macau im letzten August heimgesucht hatte. Dieser war einer der schwersten Stürme seit 50 Jahren.

Neben einem gigantischen Hotel- und Casino-Bereich beherbergt der Komplex vielfältigste weitere Unterhaltungsmöglichkeiten. Dazu gehören unzählige Restaurants, Bars, ein großes Luxus-Spa sowie eine Kunstsammlung im Wert vieler Millionen Euro. Das 3,4 Milliarden Dollar-Projekt kommt gerade recht, stiegen die Umsätze in Macau im Januar im Vergleich zum Vorjahr doch explosionsartig um 36 Prozent.

Köln – Pläne für neues Casino vor dem Aus?

Weniger gute Nachrichten kommen aus Köln, wo der verzögerte Bau des neuen Casinos in Deutz endgültig zu scheitern droht. Ursprünglich war geplant, in Köln das Casino mit den höchsten Besucher- und Umsatzzahlen in Deutschland zu errichten. Dementsprechend groß dimensioniert war das Projekt, welches in letzter Zeit jedoch mehrfach stockte.

Noch im Dezember 2016 sah alles danach aus, als ob sich Köln in naher Zukunft mit einem exklusiven Casino schmücken dürfte. So jedenfalls die einhellige Meinung bei der Präsentation der imposanten Sieger-Entwürfe. Keine 14 Monate später steht das Projekt jedoch buchstäblich auf der Kippe. Die Ursache ist der problematische Baugrund, auf dem der Komplex errichtet werden soll. Dieser liegt nahe eines U-Bahn-Schachts für zwei Linien. Außerdem wurde eine alte preußische Festigungsmauer entdeckt, weshalb Einschränkungen durch den Denkmalschutz drohen. Aus diesem Grund ist der Betreiber Westspiel angeblich bereits auf der Suche nach einem neuen Standort in der Stadt.

Es steht außer Frage, dass Köln ein neues Casino braucht. Allein die jährlichen Steuereinnahmen von fünf Millionen Euro sind der Stadtverwaltung viel zu wichtig, als dass sie auf diese verzichten mag.

Japan –  höchstens 10 mal monatlich ins Casino?

Mit ganz anderen Problemen kämpfen Betreiber von geplanten Spielcasinos in Japan. Um die auch unter Japanern verbreitete Spielsucht zu bekämpfen, erwägt die Regierung einschneidende Maßnahmen bei den Projekten. Einer Eingabe der regierenden Partei LDP zufolge soll für japanische Spieler die Anzahl der Besuche in den Casinos beschränkt werden. Demnach soll ihnen künftig nur erlaubt sein, drei mal wöchentlich oder an höchsten zehn Tagen innerhalb von vier Wochen ein Spielcasino aufzusuchen. Die Regelung soll für sämtliche Japaner gelten; Touristen bleiben von der Begrenzung ausgenommen.

Darüber hinaus soll die Maximalgröße der zu realisierenden Casinoflächen innerhalb eines Resorts auf 15.000 Quadratmeter beschränkt werden. Dazu darf die Fläche maximal drei Prozent der Gesamtfläche des Resorts betragen. Noch steht nicht fest, ob die Vorlage in diesem Umfang gebilligt wird, da sich in den Parteien bereits Widerstand formiert. Auch ist noch nicht endgültig geklärt, inwieweit die Obergrenzen tatsächlich kontrolliert werden können.