, 23.02.2021

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der E-Sport-Turnierveranstalter ESL wollen die Virtual Bundesliga (VBL) weiterentwickeln. In einem am Montag veröffentlichten Interview mit dem Magazin Sponsors sagte ESL-Geschäftsführer Ralf Reichert, dass man „aus FIFA eine Top-Zuschauersportart machen“ wolle.

 

Angestrebt werde, „dass alle 36 Klubs teilnehmen“, so Andreas Heyden von der DFL Gruppe. Langfristiges Ziel sei es, „die VBL als dritte Wettbewerbsmarke hinter der Bundesliga und 2. Bundesliga zu etablieren.“

 

Die VBL wurde bereits im Jahre 2012 gegründet. Allerdings sind noch nicht alle Profivereine aus den Fußball-Bundesligen in dem FIFA 21-Wettbewerb vertreten. So haben Top-Bundesliga-Teams wie Borussia Dortmund und FC Bayern München bislang keine Mannschaften in die VBL entsendet.

Derzeit kämpfen in den Tabellen Nord-West und Süd-Ost jeweils 13 VBL-Teams um die Krone im deutschen E-Fußball. Darunter Ableger der Bundesliga-Vereine RB Leipzig, SV Werder Bremen und Bayer 04 Leverkusen. In der Tabelle Nord-West führt der VfL Bochum. In der Tabelle Süd-Ost ist RB Leipzig nach 20 Spieltagen Tabellenführer.

DFL und ESL bekräftigen Zusammenarbeit

 

Mit dem Bekenntnis zum Ausbau der VBL unterstreichen die DFL und die ESL ihr gemeinsames Engagement für den digitalen Fußball. Bereits im November 2020 hatte das Branchenmagazin Games Wirtschaft darüber berichtet, dass die Organisationen die VBL professionalisieren wollten.

 

Während der ESL die Aufgabe übertragen worden sei, die Medienproduktion um die nationalen VBL-Wettbewerbe zu übernehmen, zum Beispiel „Featured Matches“ zu produzieren, sollte die DFL die Ergebnisse auf ihren offiziellen Kanälen ausstrahlen.

 

Vorgesehen sei auch gewesen, die VBL-Inhalte für Dritte zu lizenzieren, beispielsweise Fernsehsender. ESL-Chef Reichert habe sich schon damals zuversichtlich über einen erfolgreichen Übergang zwischen realer und digitaler Fußball-Erfahrung geäußert.

„Zusammen mit der DFL, der wichtigsten Sportliga Deutschlands, wollen wir die VBL zu einer renommierten Sportliga weiterentwickeln und auf das nächste Level bringen. Die Emotionen und Werte des Fußballs können wir so authentisch in die digitale Welt übertragen und die Virtual Bundesliga jedem zugänglich machen – ob als Fan oder Athlet.“

Andreas Heyen hatte dem Projekt ebenfalls großes Potential zugesprochen. Der DFL Manager sagte, dass es sich bei der VBL um die „authentischste Abbildung einer Fußball-Liga in FIFA“ handele.