, 10.03.2020

Das weltweit grassierende Coronavirus wirkt sich von Tag zu Tag mehr auf den Profisport aus. Nachdem auch das E-Sport-Turnier League of Legends Champions Korea (LKC) Anfang letzter Woche für unbestimmte Zeit unterbrochen wurde, kündigte einer der bekanntesten League-Of-Legends-Profispieler am Montag an, seinen persönlichen Beitrag zur Bekämpfung des Virus leisten zu wollen.

 

Lee Sang-hyeok, der unter dem Namen „Faker“ für das koreanische Team T1 Entertainment & Sports spielt, wolle nach eigener Aussage 30 Mio. KRW (umgerechnet zirka 22.151 Euro) an Koreas einzige von der Regierung genehmigte Wohltätigkeitsorganisation, den Community Chest of Korea, spenden.

 

Gegenüber den Medien erklärt „Faker“:

Ich war am Boden zerstört in Bezug auf all diejenigen, die Tag und Nacht gegen COVID-19 kämpfen. Ich wollte jenen, die gegen die Verbreitung kämpfen, helfen und hatte das Gefühl, dass eine Spende an den Community Chest of Korea die beste Wahl war. Ich hoffe, dass alle zusammenarbeiten werden, um diese schreckliche Situation zu überwinden und ich hoffe, dass diejenigen, die es benötigen, wahrhaftige Unterstützung erhalten.

Joe Marsh, der Geschäftsführer von „Fakers“ Team T1, äußert sich der Maßnahme seines Top-Spielers gegenüber positiv. Demnach wolle das Team als Ganzes sämtliche seiner Einnahmen aus dem T1 LOL-Streaming dieser Woche ebenfalls an den Community Chest of Korea spenden.

 

E-Sport zurück hinter geschlossene Türen

Ganz uneigennützig dürften die Spenden zur Bekämpfung des Coronavirus nicht sein. Der gefürchtete Infekt hat mittlerweile weltweit dafür gesorgt, dass ganze Sportturniere unterbrochen, verschoben oder gar gänzlich abgesagt werden.

 

Der E-Sport, deren Schwerpunkt bisweilen auf dem asiatischen Markt liegt, scheint besonders betroffen.

 

Letzten Monat hatten sich die Veranstalter von Chinas League Of Legends Pro League (LPL) dazu entschieden, das laufende Turnier auf unbestimmte Zeit zu unterbrechen.

 

Zwar wird dieses seit gestern wieder fortgesetzt, doch findet die gesamte Action hinter geschlossenen Türen und online statt. An eine mit begeisterten Fans gefüllte Arena scheint derzeit nicht zu denken zu sein.

 

Doch auch in Europa greifen erste Vorsichtsmaßnahmen. So kündigte LOL-Entwickler Riot Games am Freitag an, die anstehenden Spring-Finals im eigenen Studio in Berlin auszutragen, statt wie geplant in Budapest vor großem Publikum.

 

Wann der E-Sport weltweit wieder große Hallen füllen wird, ist ungewiss. Aufgrund der Unberechenbarkeit des COVID-19 bleibt den E-Sportlern und Fans zunächst nichts übrig als abzuwarten.