, 05.10.2018

Fans von eSports-Fußball-Games und der britischen Premier League haben im kommenden Jahr einen Grund zur doppelten Freude: Wie das Management der Premier League jetzt bekanntgab, wird es in 2019 einen Wettbewerb in der neu gegründeten ePremier-League (ePL) geben, bei dem sämtliche 20 Clubs der Liga mit ihren Stars vertreten sein werden.

 

eSports erfreut sich weltweit einer wachsenden Popularität. Dabei haben es insbesondere Fußball-Games wie die FIFA-Serie von Electronic Arts (EA Sports) zu millionenfach gespielten Bestsellern gebracht. Auch bei der kommenden FIFA19-Auflage bilden wieder die realistisch animierten Spielszenen, die vielen zur Auswahl stehenden Match-Modi und natürlich globale Superstars wie Ronaldo, Neymar oder Messi den Mittelpunkt des Games.

 

Die ePL wird im Turniermodus gespielt

Ab Januar 2019 wird es nun einen Ableger für eSports-Fans und Anhänger der spannenden Matches aus der Premier League geben. In Kooperation mit EA Sports entsteht mit der ePL jedoch kein pures Abbild der Fußball-Liga, sondern ein virtuelles Turnier, vergleichbar mit einer Welt- oder Europameisterschaft.

 

Für das im kommenden Jahr beginnende Highlight können sich interessierte, mindestens 16 Jahre alte Spieler aus Großbritannien ab dem 3. Dezember registrieren. Die Online-Qualifikationsturniere starten gut vier Wochen später.

 

Je Konsole (Xbox One und PlayStation 4) werden in der Qualifikation die 320 besten Spieler ermittelt. Diese gelangen in die nächste Runde und werden dort bei 20 Club Playoff-Turnieren gegeneinander antreten. Auf diese Weise wird für jeden Premier League-Verein ein Sieger auf der Xbox und der PlayStation ermittelt.

 

ePL-Finale der besten Spieler 2019 in London

Die Gewinner werden zum großen ePL-Finale nach London eingeladen, wo jeder von ihnen auf seiner Konsole einen der 20 Clubs repräsentiert. Richard Masters, Managing Direktor der Football Association (FA), zu der die Premier League gehört, sagt über das neue Projekt:

Wir wissen, dass Millionen unserer Fans FIFA spielen und dieser neue eSports-Wettbewerb wird unseren Clubs eine attraktive Möglichkeit geben, mit ihnen noch intensiver in Kontakt zu treten. Wir können es gar nicht abwarten, bis es endlich los geht.

Das Finale wird am 28. und 29. März in der Londoner Gfinity eSports-Arena ausgetragen. Obwohl die Planungen für die ePL bereits weit vorangeschritten sind, sind noch einzelne Details zu klären. So ist beispielsweise noch nicht genau bekannt ist, was die Gewinner für Preise erhalten erhalten.

 

Sieger sammeln Punkte für den FIFA eWorld Cup

Da es sich bei der ePL um eine enge Kooperation mit EA Sports handelt, werden die Sieger zumindest wertvolle Punkte für die FIFA eSports-Rangliste der Global Series sammeln. Der Gewinner wird damit dem FIFA eWorld Cup machen ein bedeutendes Stück näherkommen.

FIFA eWorld Cup ein weltweit populäres Spektakel
Die virtuelle Fußballweltmeisterschaft, bei der online der beste eFIFA-Spieler gekrönt wird, ist ein Publikumsmagnet und wird alljährlich von Millionen von Fans auf der ganzen Welt verfolgt und gespielt. Titelverteidiger ist Mosaad ‘Msdossary’ Aldossar aus Saudi-Arabien, der sich unter mehr als 20 Millionen Konkurrenten durchsetzte und im August den FIFA eWorld Cup gewann.

Für das Teilnehmerfeld des FIFA eWorld Cups können sich weltweit Spieler qualifizieren. Direkt qualifiziert sind die besten 60 FIFA-Akteure der Saison, die für ihre Performance in der Spielzeit die begehrten, und nun auch in der ePL vergebenen Global

FIFA-Logo

Die FIFA-Serie ist weltweit pupulär (Bild: EA Sports)

Series Pro Points erhalten.

 

Durch die Live-Übertragung des Events auf den digitalen Kanälen von Sky Sports und der Premier League erhält das Finale zusätzliche globale Präsenz. Für die technische Durchführung der ePL wird der britische eSports-Spezialist Gfinity sorgen.

 

In Deutschland gibt es bereits ein FIFA-Äquivalent zur ePL: In der Virtuellen Bundesliga treffen eSportler sämtlicher Bundesligisten aufeinander, um die virtuelle Meisterschale auszuspielen. Vergleichbare Kooperationen hat EA Sports auch in den USA und in Frankreich geschlossen.

 

eSports wird für Vereine immer wichtiger

Nicht nur für die Fans wird der eSports-Bereich zu einem immer interessanteren Kanal. Längst haben auch die Fußballclubs der großen europäischen Ligen den Wert erkannt. Vereine wie Paris Saint-Germain, Manchester City oder in Deutschland Schalke 04, Werder Bremen oder Hertha BSC Berlin investieren inzwischen erkleckliche Summen in den virtuellen Sport.

 

Besonders die für die Clubs so wichtige Zielgruppe der jüngeren Männer gewinnt dem Onlinespektakel immer mehr ab. Kein Wunder, dass die Vereine dies nach Möglichkeit nutzen, um eine noch engere Bindung zu ihnen aufzubauen. Nicht zuletzt deshalb gibt es auch beim DFB Überlegungen, eine eigene eSports-Meisterschaft auszurichten.

 

Auch die Spieler engagieren sich verstärkt im eSports. So hat jüngst erst der ehemalige Nationalspieler Mesut Özil bekanntgegeben, in ein eigenes eSports-Team bei EA Sports FIFA-Serie zu investieren.