, 27.01.2019

Am Donnerstagabend  um 20 Uhr ging erstmals der brandneue TV-Sender eSports1 on air. Der Start des Pay-TV-Senders wurde im Münchener BLITZ Club mit rund 200 Gästen aus Medien, Politik, Sport und Wirtschaft gefeiert.

 

Fast passend zum Start des Dota 2 WM-Qualifikationsturniers Chongqing Major bot der Sender damit eSport-Fans aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vom ersten Tag an eine erstklassige TV-Unterhaltung.

 

eSports1 endlich on Air

Ende November gab es für deutschsprachige eSport Fans einen großen Anlass zur Freude, denn der Fernsehsender Sport1 verkündete erstmals, dass es ab Januar einen neuen Ableger speziell für eSports geben würde – den Pay-TV-Kanal eSports1.

 

Der Launch wurde akribisch geplant und schließlich für den 24. Januar 2019 festgelegt. An diesem Datum würde nämlich bereits eines der weltweit beliebtesten eSport-Turniere, der Dota 2 Major im chinesischen Chongqing, am Laufen sein.

 

Siegfried Schneider

BLNM-Präsident Siegfried Schneider anwesend (Bild: Wikipedia)

Um den Start des Sport1 Zukunftsprojektes würdig einzuläuten, veranstaltete der Sender eine glamouröse Party mit 200 Gästen. Zu den prominenten Anwesenden gehörten unter anderem der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien Siegfried Schneider und der Vorstandsvorsitzende der Constantin Medien AG Olaf Schröder.

 

Gemeinsam mit der Event-Moderatorin Ruth Hofmann drückten die beiden um Punkt 20 Uhr den Buzzer, der die allererste Show des neuen Senders live schaltete. Die Gäste im Club sowie die Zuschauer zu Hause konnten dann die erste Live-Sendung aus dem eSports1 Studio im bayerischen Ismaning mitverfolgen.

 

In der Sendung moderierte Konni Winkler über den gerade gestarteten Chongqing Major, der in diesem Jahr in der gleichnamigen chinesischen Stadt ausgetragen wird. Kommentiert wurde während der Sendung von Alexander Englisch und Martin Apler, in der Branche besser bekannt als „Blacklicht“ und „Vitalic“.

 

Auch im Studio waren prominente Gäste zugegen, zum einen der FC Schalke 04 FIFA-Profi Tim Schwartmann (Tim Latka) und zum anderen Datenanalyst Fabian Kerngast (Fewa05).

Der FC Schalke 04 gründete im Mai 2016 als einer der ersten Profifußball-Vereine der Welt seine eigene eSports-Abteilung, welche sich seither stetig wachsenden Erfolges erfreut. Der Weg in den eSport begann für die Königsblauen mit League of Legends und das hauseigene Team schaffte es ein Jahr später bereits unter die Besten der League of Legends European Championship.

 

Mittlerweile kann der FC Schalke 04 auch vier erstklassige FIFA eSportler sein Clubeigen nennen, darunter Tim Schwartmann, der sich gerade erst in London seinen Platz im Halbfinale des lizenzierten FIFA Qualifikationsevents verdienen konnte.

 

Mit etwas Glück könnte der Weltmeistertitel in diesem Jahr also nach Gelsenkirchen gehen. Die Siege der ESL-Meisterschaft, der Deutschen Meisterschaft der virtuellen Bundesliga und der Europameisterschaft konnten die Knappen bereits verbuchen.

Wird der Sender sich durchsetzen?

Besonders die vielen deutschen, österreichischen und Schweizer Fans des Computerspiels Dota 2 sicherten sich vor Sendestart schon ihre jeweilige Lizenz zum Einschalten. Da eSports1 ein reiner Pay-TV-Sender ist, müssen Fans jedoch ein entsprechendes Abonnement bei einem Pay-TV-Provider haben.

Wer weder kostenpflichtig bei der Telekom noch bei 1&1, Unitymedia oder Vodafone Deutschland ist, der kann auch ein Live Stream Monats-Abo für PC, Tablet oder Smartphone buchen. Auch eine passende eSports1 App ist bereits jetzt verfügbar.

Dass den vielen deutschsprachigen eSport Fans die Investition in den neuen Sender wert ist, verwundert wenig, denn bisweilen war es für viele schwierig oder unmöglich, große Events live mitverfolgen zu können. Die vorhandenen Online Streams waren dann ohnehin ausschließlich von englischen Kommentaren begleitet.

 

Zwar liegen noch keine Informationen zu den Einschaltquoten der letzten Tage vor, doch zeigt sich der Sender angesichts der vielen anstehenden Events sehr erwartungsvoll. Siegfried Schneider, der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien, sagte dazu:

SPORT1 könnte also mit seinem neuen TV-Angebot genau richtig liegen. Ich prognostiziere, dass eSPORTS1 zwar der erste, aber nicht der letzte reine eSports-Sender sein wird und wünsche viel Erfolg!

Spannende Programme in Aussicht

Seit eSports1 am Donnerstagabend live ging, konnten Fans fast ununterbrochen den Dota 2 Chongqing Major live mitverfolgen. Einschließlich dem heutigen Sonntag schaltete der Sender jeden Morgen um 5 Uhr nach China. Da das Event bereits am 19. Januar startete, berichtete der Sender erst nach seinem Sendebeginn rückblickend über alles, was bisher geschehen war.

 

Im diesjährigen Turnier treten 16 Teams gegeneinander an, um sich ein Preisgeld von einer Million Dollar zu erspielen, wobei die Erstplatzierten 350.000 Dollar, die Zweiten 170.000 Dollar und die Dritten 100.000 Dollar erhalten. Alle restlichen Teams erhalten Beträge zwischen 10.000 und 80.000 Dollar, weshalb nicht mal das letztplatzierte Team leer ausgehen wird.

 

Max Bröcker

eSportler Max Bröcker tritt in Chongqing an (Bild: liquipedia)

Zwei Deutsche haben es bis nach Chongqing geschafft, zum einen Kuro „KuroKy“ Salehi Takhasomi im Team „Liquid“ und zum anderen Max „qojqva“ Bröcker im Team „Alliance“. Das große Finale findet heute Abend statt und noch ist nicht abzusehen, wer sich den Titel holt.

 

Neben Dota 2 wird der Sender in diesem Jahr über viele weitere eSports berichten. Geplant sind mindestens 1.200 Stunden Live-Programm plus spezielle sendereigene Magazine und Zusammenfassungen.

 

Für die vielen deutschen Fans von FIFA, League of Legends, Overwatch und Counter Strike: Global Offensive wird das Jahr 2019 ohne Zweifel noch sehr spannend machen und dank eSport1 lassen sich alle Events endlich mitverfolgen.