, 13.05.2019

Wer am letzten Samstag voller Spannung mit dem Lottoschein vor dem Fernseher saß und darauf wartete, durch die richtigen Loskugeln zum Millionär zu werden, musste Geduld beweisen. Denn bei der wöchentlichen Ziehung im „Lotto 6 aus 49“, bei der es diesmal um einen Jackpot von 6 Millionen Euro ging, kam es zu einer folgenreichen Panne.

 

Nachdem das Ziehungsgerät die Loskugeln eins bis drei (Tippzahlen 10-15-47) korrekt in die dafür bereitgestellten Behälter rollen ließ, ereignete sich bei der Ziehung der vierten Kugel ein unvorhergesehener Fehler. Statt einer Kugel, zog die Lottomaschine gleich zwei Zahlen (die 25 und die 1).

 

 

Die deutsch-kanadische Moderatorin Miriam Hannah (37), die bereits seit 2017 den Live-Stream der Samstags-Lottoziehung „6 aus 49“ moderiert, nahm den Vorfall schmunzelnd zur Kenntnis und rief sogleich den Ziehungsleiter zu sich. Für Sie schien die Panne bei weitem kein Weltuntergang zu sein. So teilte sie den Zuschauern an den Fernsehapparaten mit, dass sich die Situation für einen Blick hinter die Kulissen der Sendung eigne:

„Das ist sozusagen die so gefürchtete Havarie. Und ich habe mich eigentlich immer drauf gefreut, weil Sie dann sehen, dass alles echt ist. Sie sehen endlich mal das Ziehungsteam, und sie sehen, was hier los ist, wenn es mal nicht klappt.“

Ganz ohne Probleme warf die Ersatzmaschine schließlich die 5. Kugel (42) und 6. Kugel (31) aus, sodass die Gewinnzahlen für das „Lotto 6 aus 49“ am Samstag 10-15-47-25-42-31 hießen. Nun musste nur noch eine Superzahl ermittelt werden, um einen Jackpotgewinner küren zu können. Sie lautete Null.

 

Vorkommnisse dieser Art sind bislang nicht einzigartig, sondern geschahen sowohl in der jüngeren deutschen Vergangenheit als auch im internationalen Ausland.

 

Diese Lotto-Pannen erhitzten die Gemüter

 

In der deutschen Lottogeschichte war es nicht das erste Mal, dass ein defektes Ziehungsgerät für Probleme sorgte. Zuletzt kam es im Jahre 2013 bei der Ziehung „Lotto 6 aus 49“ zu einer technischen Panne.

 

Zwei Kugeln waren nicht in die Lottomaschine gefallen, sondern zuvor auf dem sogenannten „Schlitten“ steckengeblieben. Besonders bitter: Da der Fehler erst beim Einsammeln der Kugeln nach der Live-Sendung bemerkt wurde, wähnten sich womöglich schon einige Spieler als Gewinner. Die Ziehung, die von der deutschen Lottogesellschaft durchgeführt wurde, musste wiederholt werden.

 

 

Derlei Pannen ereignen sich auch in fremden Gefilden. So kam es bei unseren österreichischen Nachbarn in den letzten Jahren zu Lotto-Eklats. In einem Fall war bei der Lottoziehung „6 aus 45“ im Dezember 2018 zunächst gar keine Kugel aus einer Losmaschine gerollt.

 

Auch in dieser Angelegenheit musste die Ziehung unterbrochen und mit einem Ersatzgerät fortgesetzt werden.

Nicht nur Maschinen streiken

Dass beim Lotto nicht nur die Ziehungsgeräte streiken können, bewies ein Vorfall aus dem Februar 1999. Bei der Auslosung des „Spiel 77“ war die Kugel mit der Zahl 6 einfach in der Lostrommel zerbrochen. Nach dem Auswechseln der Kugel konnte die Ziehung jedoch fortgesetzt werden.

Spielautomat defekt, Jackpot verweigert

 

Zu rechtlichen Auseinandersetzung über die Auszahlung von Gewinnen kam es immer wieder im Zusammenhang mit Jackpots an Casino-Spielautomaten.

 

In einem prominenten Fall verklagte eine Frau aus der US-Metropole New York ein Casino im Stadtteil Queens. Sie hatte an einem Spielautomaten gespielt und einen Jackpot in Höhe von 43 Millionen US-Dollar (ca. 35,5 Millionen Euro) gewonnen. Von dem Geld sah die Alleinerziehende Mutter allerdings nichts. Laut der New York State Gaming Commission ereignete sich eine Fehlfunktion an der Maschine, die alle Gewinne nichtig machte.

 

Ähnlich erging es der US-Amerikanerin Cynthia Obie. Der Frau aus der Nähe von Washington DC. wurde der Jackpot allerdings nicht wegen einer Fehlfunktion des Spielautomaten, sondern wegen des Fehlverhaltens eines Casinomitarbeiters vorenthalten.

 

Aufgrund eines Zahlendrehers bei der Registrierung ihrer Sozialversicherungsnummer, registrierte das Casinos Obie in einer Datenbank für Unterhaltsschuldner. Gewinne dieser Personen sind vor der Auszahlung vom Casino einzubehalten und müssen an die zuständigen Behörden weitergeleitet werden.

 

Gerade bei hohen Jackpots gilt daher anscheinend die Regel, dass man dem eigenen Glück nicht zu früh trauen sollte.

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