, 26.04.2020

Der auf internationalen Wettmärkten operierende griechische Wett- und Glücksspielanbieter Intralot hat nach Angaben des griechischen Wirtschaftsmagazins Naftemporiki ausgesagt, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen des Shutdowns durch das Coronavirus ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hätten.

 

Wie das Online-Magazin am Donnerstag mitteilte, rechne das Management von Intralot erst im November dieses Jahres mit einer Rückkehr zum gewohnten Aktivitätsniveau.

 

In einem offiziellen Statement seitens des Konzerns heißt es:

„Wir nehmen derzeit an, dass die Auswirkungen der Krise auf die Bruttoeinnahmen des Konzerns im April und Mai 2020 ihren Höhepunkt erreichen werden. Wir gehen von einer allmählichen Rückkehr zum budgetierten Niveau bis November/Dezember 2020 aus, da sich die Aktivitäten ab Juli 2020 voraussichtlich wieder erholen werden.“

Für diese Prognose zieht das Unternehmen Erhebungen von H2 Gambling Capital [Seite auf Englisch] heran, die aussagen, dass Intralot auf das Niveau von 2012 und 2013 sinken werde. Dies seien 15 % weniger im Vergleich zu Prognosen, die vor der Covid-19-Pandemie erstellt worden seien.

 

Ausgehend von den Daten von März und Anfang April 2020 sowie den verfügbaren Prognosen zur Sperrung pro Region werde sich der zu erwartende Verlust des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2020 zwischen 25 und 30 Millionen Euro bewegen.

 

Corona-Krise – Intralot betreibt Schadensbegrenzung

Nationale Sperrmaßnahmen, Ladenschließungen und der Mangel an Sportwetten-Angeboten aufgrund der Absage und Verschiebung fast aller wichtigen Sportereignisse hätten den Betrieb beeinträchtigt. Diese Auswirkungen seien insbesondere in Malta, Australien und Marokko zu spüren, teilweise auch in den USA, den Niederlanden und Chile.

Das Ausmaß seiner Auswirkungen hänge von der Dauer der Pandemie, der Regierungspolitik in den wichtigsten Gerichtsbarkeiten in Bezug auf die umgesetzten Beschränkungen und den gegenwärtigen und nachfolgenden wirtschaftlichen Störungen ab, die die Pandemie verursachen werde.

Um die Auswirkungen der Pandemie zu mildern, habe Intralot eine Reihe von Maßnahmen zur Schadensbegrenzung ergriffen. Das Unternehmen habe 80 % seines Personals gemäß den Anweisungen der Behörden zur Vermeidung sozialer Kontakte auf die Arbeit im Homeoffice umgestellt.

 

Die Tochtergesellschaften der Gruppe in Australien und Malta hätten die Teilhabe an staatlichen Unterstützungsprogrammen beantragt, um Entlassungen der Mitarbeiter zu vermeiden. Wann es zu ersten Lockerungen der Auflagen und damit zu einer Wiederaufnahme der Geschäfte in der Glücksspielbranche kommen wird, scheint zurzeit noch ungewiss.