, 05.08.2020

Der französische Hotel- und Casino-Betreiber Group Partouche hat am Montag in einer Presseerklärung die Beendigung seiner Partnerschaft mit Oshidori International Holdings Limited für die Entwicklung eines integrierten Resorts (IR) in der japanischen Präfektur Nagasaki mitgeteilt.

 

In einer der Group Partouche zugeschriebenen Ankündigung vom Montag [Seite auf Englisch] hieß es, dass das Unternehmen bereits am 19. Mai 2020 seine Kooperation mit Oshidori aufgekündigt habe, aber weiterhin die Entwicklung der IR-Projekte interessiert verfolge, um gegebenenfalls doch noch teilnehmen zu können.

 

Über die Gründe zur Beendigung der Partnerschaft und weshalb dies erst jetzt, drei Monate später, publik gemacht wurde, ist nichts bekannt. Von Group Partouche liegt diesbezüglich noch keine Stellungnahme vor.

Rückzug der Investoren

 

Neben der Group Partouche scheinen sich auch weitere Bewerber um das IR-Projekt zurückzuziehen. So hat Wynn Resorts sein erst vor acht Monaten geöffnetes Büro in Yokohama vor wenigen Tagen geschlossen. Das Unternehmen gab als Grund an, dass das Coronavirus einen negativen Einfluss auf die Entwicklung der IR habe.

 

Las Vegas Sands zog sich ebenfalls zurück und führte hohe Ausgaben als einen der Gründe an. Schließlich schied auch Caesars Entertainment aus dem Rennen aus. Ursächlich dafür könnte der derzeitige Fusions-Prozess mit Eldorado sein.

 

Die globale Pandemie, die zu Verlusten in Milliardenhöhe in der Glücksspielbranche führte, dürfte jedoch nicht der einzige Grund für den Rückzug der Investoren sein. Verzögerungen bei der Einführung der japanischen IR-Grundrichtlinie, die regelt, wie die Casino- und Resort-Betreiber ihre Aktivitäten verwalten, könnten die Unternehmen verunsichert haben.

Casino-Resort in Nagasaki: Oshidori hat andere Visionen

Der japanische Casino-Bewerber Oshidori International Holdings Ltd teilte mit, dass der Rückzug des französischen Casino-Betreibers Groupe Partouche SA keine Auswirkungen auf Oshidoris Bemühungen habe, am Casino-Resort-Programm in der Präfektur Nagasaki teilzunehmen.

 

In einem Statement am Dienstag sagte ein Sprecher des in Hongkong notierten Unternehmens, dass Partouche und Oshidori nur eine vorläufige Übereinkunft über eine potentielle Zusammenarbeit getroffen hätten.

 

Die weiteren Diskussionen hätten allerdings ergeben, dass sich aufgrund unterschiedlicher Visionen und Strategien keine Möglichkeiten zu einer Kooperation eröffnet hätten.

 

Weiter hieß es in der Erklärung:

Da sich die Diskussion in einem sehr vorläufigen Stadium befand und beide Parteien nicht an tatsächlichen Kooperationsbemühungen beteiligt waren, die zu einer endgültigen Vereinbarung führten, glaubt Oshidori nicht, dass eine solche Kündigung Auswirkungen auf das Angebot des Unternehmens für Nagasaki haben wird oder eine Bedrohung darstellt.

Oshidori International fügte hinzu, dass das Unternehmen für das IR-Projekt im Themenpark Huis Ten Bosch in der Stadt Sasebo ein Angebot vorlegen werde, das weitaus aufregender sei als jedes andere Projekt.

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