, 21.04.2019

Heute ist nicht nur Ostersonntag, sondern auch der 93. Geburtstag von Queen Elisabeth II. Und auch wenn die englische Königin ihren Geburtstag traditionell erst am zweiten Sonntag im Juni feiert, gratulieren wir schon heute herzlichst und werfen zu diesem Anlass einen Blick auf die Royals und ihre Verbindung zur Wettindustrie.

 

Die Queen und ihre Rennpferde

Pferderennen gelten in Großbritannien als Traditionssport und werden von allen Altersgruppen und Sozialschichten mit großem Interesse verfolgt. Sie gehören zu den Existenzgrundlagen der Buchmacher im Vereinigten Königreich.

 

Auch das englische Königshaus ist seit jeher in den Sport involviert und Queen Elisabeth II ist heute im Besitz einiger höchst erfolgreicher Rennpferde. In der Tat erhielt die begeisterte Pferdeliebhaberin bereits mit vier Jahren ihr erstes Shetland Pony.

 

Royal Ascot

Die Pferde der Queen nehmen bei den Rennen in Ascot teil (Bild: Wikimedia)

Als ihr Vater King George VI schließlich im Jahr 1952 verstarb, erbte die Queen seine wertvollen Zuchtpferde und ließ diese trainieren und bei Rennen antreten. Doch wie lukrativ ihr „Nebengeschäft“ wirklich werden sollte, ließ sich erst seit 1988 nachvollziehen.

 

Über die letzten drei Dekaden nämlich, in welchen die Queen ihre besten Pferde ins Rennen schickte, gewann sie insgesamt mehr als 7,148 Mio. Pfund in Form von Preisgeldern.

 

Im Jahr 2013 gewann eines ihrer Pferde sogar zum ersten Mal den Gold Cup beim Ascot Rennen [Seite auf Englisch]. Ihr erfolgreichstes Jahr jedoch war 2016, wo sich ihre Gewinne auf stolze 557.650 GBP summierten.

 

In der gesamten Renngeschichte des Landes lag die jetzt 93-Jährige nach letzten offiziellen Angaben im Jahr 2017 auf Platz 11 der erfolgreichsten Pferdebesitzer der letzten 30 Jahre.

 

Der Pferdesport lebt natürlich hauptsächlich von den Wetten, die im Rahmen der vielen großen und kleinen Rennveranstaltungen des Landes platziert werden. Letzten offiziellen Zahlen zufolge setzten die Briten allein im Jahr 2017 gut 4,3 Milliarden Pfund auf ihre Pferde.

 

Das englische Königshaus besucht schon seit Jahrhunderten die größten und renommiertesten Pferderennen und auch die Queen ist für ihre jährlichen Besuche beim Royal Ascot bekannt. Doch schickt die Queen Ihre Zuchtwallache lediglich auf die Rennbahn, oder wettet sie auch auf deren Sieg?

Dürfen Jockeys, Trainer und Besitzer überhaupt wetten?

Dass Sportler von allen Sportwetten, auf die Sie in direkter oder indirekter Weise Einfluss nehmen könnten, ausgeschlossen sind, ist allgemein bekannt. Im Pferdesport jedoch sind die Regeln etwas anders. Was die Jockeys betrifft, gilt ein völliges Wettverbot auf alle Rennen, inklusive derer in anderen Ländern, mit denen der Jockey selbst nicht in Verbindung steht.

 

Für Trainer und Besitzer gilt dieses Verbot nicht. Ganz im Gegenteil: Es ist ausdrücklich erlaub, auf den Sieg des eigenen Pferdes zu setzen. Was jedoch nicht erlaubt ist, ist auf die Niederlage des eigenen Pferdes zu wetten (Regel E 92.2 der British Horse Racing Authority. Dies entschied die BHA daher, weil es immer wieder zu manipulierten Rennen gekommen war, bei denen Trainer oder Besitzer Pferde absichtlich verlieren ließen.

Vom rein rechtlichen Standpunkt darf die Queen also Pfund und Kronjuwelen auf die eigenen Pferde setzen, wenn sie dies tun möchte. Ob sie diesem Vergnügen tatsächlich nachgeht ist nicht bekannt.

 

Royal Family als beliebte Wettgrundlage

Ob die Royals nun heimlich wetten oder gar in Online Casinos zocken, wird vermutlich ein Geheimnis bleiben. Die Namen der beliebten Königsfamilie findet man jedoch bei so ziemlich jedem großen Buchmacher.

 

Prince Harry Meghan Markle

Briten wetten auf das Baby von Prince Harry und Meghan Markle (Bild: Wikimedia)

Denn die wettbegeisterten Briten wetten längst nicht nur auf Pferde, Fußball oder andere Sportarten, sondern auch zunehmend gern auf politische oder sonstige öffentlichkeitsbezogene Ereignisse.

 

Aktuell dreht sich bei den Buchmachern natürlich alles um das neueste Royal Baby. Nachdem man bereits vor den Geburten von Prince George und Princess Charlotte auf deren Namen wetten konnte, kann man nun jede nur denkbare Wette auf den in kürze erwarteten Nachwuchs von Prinz Harry und Meghan Markle platzieren.

 

Die ganz kreativen Wetter können sogar auf die genaue Geburtsstunde, das Geburtsgewicht oder den späteren Schulabschluss des königlichen Sprosses wetten.

 

Egal ob die Queen und Familie nun selbst am Glücksspiel teilnehmen oder nicht, sie sind auf die eine oder andere Art und Weise ohne Frage ein Teil der britischen Glücksspiel-Kultur.

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