, 12.12.2020

Das in Las Vegas ansässige Glücksspielunternehmen Marnell Gaming Management LLC plant, ein etwa neun Hektar großes Grundstück in der Kleinstadt Henderson in Südnevada zu kaufen, um dort in ein 250 Mio. USD teures Casino-Projekt zu investieren. Das berichtete diese Woche das Las Vegas Review Journal [Seite auf Englisch].

 

Die Stadt Henderson, etwa 20 Kilometer südlich von Las Vegas gelegen, erwarb das Grundstück im Jahre 2019 für 4,1 Mio. USD. Nach Angaben der Zeitung wolle sich der Stadtrat voraussichtlich kommende Woche beraten und bezüglich des Verkaufs und des Casino-Projekts eine Entscheidung treffen.

 

Der Wert des Grundstücks soll sich Schätzungen zufolge auf 6,5 Mio. USD belaufen. Doch laut Medienberichten wolle Henderson die Immobilie für 4,3 Mio. USD veräußern.

 

Der Plan von Marnell Gaming Management sehe eine Gesamtinvestition in Höhe von rund 250 Mio. USD vor. Das Projekt werde mindestens 100 Vollzeitstellen schaffen. Der Bau der neuen Glücksspielstätte könnte ein weiterer Schritt für eine Expansion der Branche außerhalb des Strips sein.

Der CEO des Unternehmens, Anthony Marnell III, war Mitbegründer des M Resorts. Sein Vater, Tony Marnell II, hat zuvor das Rio All-Suite Hotel & Casino gebaut, bevor es 1999 von Harrah´s gekauft wurde.

Wachstum der Glücksspielbranche trotz wirtschaftlicher Probleme

Das Glücksspiel-Paradies Las Vegas hat derzeit aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Restriktionen mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Der Tourismus ist eingebrochen.

 

Erst kürzlich hat das Palazzo Resort am Strip wegen geringer Nachfrage seinen Betrieb vorläufig eingestellt. Andere Hotels im Zentrum der Stadt empfangen Gäste nur an den Wochenenden. Dazu gehören das Park MGM, das Mandala Bay und das Mirage. Das Encore Wynn ist dienstags und mittwochs geschlossen.

 

Doch trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen sei Las Vegas ein starker Markt, erklärt Brendan Bussmann, Direktor für Regierungsangelegenheiten bei der Unternehmensberatung Global Market Advisors.

 

Bussmann führt aus:

Die geplante Entwicklung am südlichen Ende der Stadt besagt, dass es sich um ein Wachstumsgebiet der Stadt handelt und die Möglichkeit für mehr Wachstum in der Region besteht.

Zudem zeige sich die Überzeugung der Investoren, dass Las Vegas wieder zu seiner wirtschaftlichen Stärke zurückkehren werde, erklärt Bussmann. Wenn das neue Resort in etwa zwei Jahren eröffnen werde, dürften auch die Zeiten des Shutdowns vorbei sein.