Sonntag, 02. Oktober 2022

Japan-Pläne von Casinos Austria kommen weiter voran

Simulation Casino Resort Nagasaki Das Casino soll am Hafen entstehen (Bild: Präfektur Nagasaki)

Casinos Austria ist bei seinen Planungen für ein integriertes Casino-Resort in Japan einen weiteren Schritt vorangekommen. Am Mittwochmorgen stimmte eine Planungskommission der Präfektur von Nagasaki für das milliardenschwere Casino-Projekt.

Casinos Austria International Japan, ein Tochterunternehmen des österreichischen Glücksspiel-Konzerns Casinos Austria, plant in der Präfektur gemeinsam mit weiteren Investoren den Bau eines der drei in dem Land genehmigten Casino-Resorts. Diese sollen im Laufe dieses Jahrzehnts realisiert werden.

Neben einem dreistöckigen Casino-Floor soll das 350 Mrd. JPY (2,5 Mrd. Euro) teure Vorhaben über zahlreiche Übernachtungs-, Gastronomie- und Unterhaltungsmöglichkeiten verfügen. Auf insgesamt 550.000 Quadratmetern sollen rund 2.000 Hotelzimmer entstehen und umfangreiche Veranstaltungsflächen erschlossen werden. Für das Casino wurden zwei Varianten von Baccarat, vier Blackjack- und acht Poker-Versionen sowie weitere Spiele wie das in Japan äußerst populäre Pachinko genehmigt.

Der Standort soll in einem touristisch bereits erschlossenen Gebiet am Meer liegen. So ist geplant, das Casino in Sasebo City neben dem benachbarten Freizeit- und Themenpark Huis Ten Bosch anzusiedeln.

Weitere Zustimmung bereits erfolgt

Schon am Freitag hatte Casinos Austria eine weitere Hürde genommen. An dem Tag hatte die Stadtverwaltung von Sasebo City das Projekt ebenfalls abgesegnet. Zugleich äußerten die Beamten jedoch Bedenken bezüglich der Kosten.

Es sei noch fraglich, ob das Projekt tatsächlich für den veranschlagten Preis zu realisieren sei. Die Investoren hatten zuvor angekündigt, für den Bau Eigenkapital in Höhe von 1,25 Mrd. Euro beisteuern zu wollen. Davon solle Casinos Austria knapp ein Drittel übernehmen

Während beim Casino-Resort in Nagasaki weiter alles nach Plan verläuft, musste das Casino-Projekt in der Stadt Wakayama einen Rückschlag hinnehmen. Dort stimmte ein Planungskomitee am Dienstag vorläufig gegen das Vorhaben. Das von dem japanischen Investor Clairvest Neem Ventures vorangetriebene Resort ist damit vom Tisch, sollten die Abgeordneten der Präfekturversammlung das Votum nicht noch aufheben.

Die Entscheidung über die endgültige Unterstützung des Projektes liegt nun bei der Präfekturversammlung von Nagasaki. Diese soll noch in diesem Monat getroffen werden.

Doch auch danach ist Casinos Austria noch nicht ganz am Ziel. Nach einem positiven Entscheid aus der Präfektur obliegt es der Zentralregierung in Tokio, das endgültige Okay für das ambitionierte Casino-Projekt in Japan zu geben. Ob und wann dies geschieht, ist noch ungewiss.