, 22.05.2020

Wie die britische Werbeaufsicht Advertising Standards Authority (ASA) heute Morgen berichtet hat, sind die Kinder in Großbritannien weniger Glücksspielwerbung im Fernsehen ausgesetzt. Gleichwohl erfordere es das veränderte Nutzungsverhalten, vor allem Online-Werbung weiterhin streng zu überwachen.

 

Kinder sehen nur noch halb so viel Glücksspielwerbung

 

Wie der heute veröffentlichte Bericht Reporting on children’s exposure to TV ads in 2019 [Seite auf Englisch] zeigt, sähen Kinder in Großbritannien generell nur noch halb so viel TV-Werbung wie vor vier Jahren. Hätten die 4- bis 15-Jährigen im Jahr 2013 noch 229,3 Anzeigen pro Woche gesehen, so sei diese Zahl bis auf 115,9 Anzeigen pro Woche im Jahr 2019 gesunken. Die Anzahl der Glücksspiel-Anzeigen sei ebenfalls um die Hälfte gesunken

 

Durchschnittlich würden Kinder pro Woche 2,5 Glücksspiel-Anzeigen im Fernsehen sehen. Dies entspreche durchschnittlich 1,9 Anzeigen weniger als noch im Jahr 2013.

Ende April hatte die britische Glücksspielvereinigung, der Betting and Gaming Council (BGC), angekündigt, dass die Glücksspielunternehmen ab dem 7. Mai freiwillig auf die Ausstrahlung der Glücksspielwerbung in TV und Radio verzichten würden. Der freiwillige Werbestopp soll ebenso lange wie der Lockdown aufgrund der Covid-19-Pandemie andauern. Kurz darauf forderten britische Politiker der All Party Parliamentary Group on Gambling-Related Harm (APPG) eine Ausweitung des Werbestopps über einen längeren Zeitraum.

Überwachung der Glücksspielwerbung online und offline fortgesetzt

 

Obwohl die Ergebnisse darauf hindeuteten, dass die Exposition von Kindern gegenüber altersbeschränkten Werbeanzeigen angemessen begrenzt werde, sei laut ASA der veränderte Medienkonsum zu berücksichtigen. Der zunehmende Konsum von Online-Medien mache es erforderlich, insbesondere auch hinsichtlich der Online-Werbung wachsam zu bleiben.

 

Guy Parker, Vorstandsvorsitzender der ASA, führt aus:

Unser jüngster Bericht zeigt, dass die Exposition von Kindern gegenüber Fernsehwerbung für Alkohol- und Glücksspielprodukte weiterhin gering ist. Wir werden unsere proaktive Überwachung fortsetzen, um sicherzustellen, dass dies bei der Fernsehwerbung so bleibt und weitere Online-Überwachungen durchführen, sodass wir die Exposition von Kindern gegenüber altersbeschränkten Anzeigen überall dort begrenzen, wo diese erscheinen.

Ob sich die Nachricht, dass die Kinder weniger Glücksspielwerbung sehen, positiv auf die anhaltende Diskussion um ein Glücksspiel-Werbeverbot in Großbritannien auswirken wird, bleibt abzuwarten.

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