, 17.06.2021

Der unter anderem durch seinen Glücksspiel-Content bekanntgewordenen Streamer MontanaBlack erweitert sein Portfolio um ein eigenes Mobile-Game. Ab der kommenden Woche soll „Kylo’s [sic!] Befreiung“ in den gängigen App-Stores verfügbar sein. Doch bereits vor dem offiziellen Release regt sich Unmut. So sorgt der Preis des Spiels von 4,99 Euro für „Abzock“-Vorwürfe. Fans fordern eine Free2Play-Version.

 

Im Kampf gegen das Finanzamt

 

MontanaBlack baut sein Content-Imperium aus. Neben seinen erfolgreichen Kanälen auf den Plattformen Twitch und YouTube sowie zwei Büchern und einer Palette von Merchandise-Artikeln gibt es künftig auch eine MontanaBlack-App.

 

In dem Action-Jump&Run „Kylo’s Befreiung“ soll MontanaBlacks Hund Kylo aus den Fängen der Feinde des Streamers gerettet werden. Hierzu gehört auch das Finanzamt, dass den Mops entführt hat, weil sich sein Herrchen weigert, Forderungen nach 80 % Steuerabgaben nachzukommen.

 

Laut MontanaBlack, der sich seinen Social-Media-Auftritten zufolge aktuell im Urlaub auf Malta befindet, ist der Vorverkauf für das Game gut angelaufen.

Erst im April hatte Marcel Eris aka MontanaBlack öffentlich mit einer Auswanderung ins Steuerparadies Malta geliebäugelt.  Für einen Wohnsitz auf der Insel spreche unter anderem die Möglichkeit, lukrative Kooperationen mit Glücksspielanbietern eingehen zu können, so der Streamer damals.

In seinen Insta-Stories bedankt sich der 33-Jährige für den „Vertrauensvorschuss“. Dabei zeigt er eine Vielzahl von Nachrichten von Fans, die ihn über ihre Vorbestellung von „Kylo’s Befreiung“ informieren.

 

Glücksspiel im Handyspiel?

 

Dass es sich bei der Begeisterung nur um eine Seite der Medaille handelt, zeigt jedoch der Blick in die Kommentar-Sektionen der MontanaBlack-Kanäle. Hier mehren sich Stimmen, die den Kaufpreis von 4,99 Euro als „Abzocke“ beschreiben. So zum Beispiel der Betreiber des Twitter-Accounts @ManuLuchs1234:

Abzocke. Wieder erneut ein Mittel minderjährigen [sic!] das Geld aus der Tasche zu ziehen. Aber man muss es sich ja nicht kaufen, also wer Verstand hat[,] macht es nicht.

Ein Vorwurf, dem der Streamer, ebenfalls via Twitter, widerspricht. Er halte einen „5er für 7-8 Stunden Spielzeit“ für fair. Grundsätzlich müssten angefallene Kosten bzw. die Entwicklung gedeckt werden. Im Gegenzug verzichte „Kylo’s Befreiung“ auf Werbung und InGame-Käufe.

 

Interessant ist, dass auch „Kylo’s Befreiung“ nicht ohne eines der Themen auszukommen scheint, das MontanaBlack in der Vergangenheit bereits wiederholt in Schwierigkeiten gebracht hat. So zeigt  ein vorab veröffentlichter Trailer unter anderem, dass in dem ab 6 bzw. 13 Jahren freigegeben Spiel auch das Glücksspiel seinen Platz findet. Offenbar kann Geld an einem einarmigen Banditen erspielt werden.

 

„Kylo’s Befreiung“ steht ab dem 26. Juni zum Download bereit. Möglich, dass ein Teil der Community das Spiel wie angekündigt boykottieren wird. Dennoch dürften sich unter den beispielsweise 3 Mio. Instagram-Followern des Streamers noch genügend Interessenten finden, die „Kylo’s Befreiung“ zu einem weiteren Erfolg für den Internet-Millionär werden lassen.

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