, February 17, 2019

Mit nur 17 Jahren knackte die Schottin Jane Park im Jahr 2013 den EuroMillions-Jackpot. Doch wer glaubt, dies reiche zum Glück, irrt. Kürzlich suchte die heute 23-Jährige über eine Website nach einem Partner und stellte ihrem potenziellen Freund in spe 60.000 Pfund Sterling (umgerechnet rund 68.000 Euro) pro Jahr in Aussicht. In einem Radiointerview wunderte sie sich nun über die mehr als 100.000 Zuschriften, die sie erreicht hatten.

 

Geld vs. Glück

 

Seit sie zur jüngsten EuroMillions-Millionärin der Geschichte wurde, sorgt die heute 23-Jährige immer wieder für Schlagzeilen und gilt vielen als bestes Beispiel, dass Geld allein nicht glücklich macht.

 

Im Jahr 2017 löste Jane Park eine große Diskussion aus, als sie ankündigte, die Lotteriebetreiber von EuroMillions verklagen zu wollen. Der Grund: Es sei unverantwortlich, Minderjährigen überhaupt Millionengewinne zu ermöglichen. Nachdem ein Team der BBC sie ein Jahr lang begleitet (Link auf Englisch) und ihren dekadent-luxuriösen Lebensstil in einer Fernsehsendung dokumentiert hatte, war Parks Opfer massiver Angriffe geworden.

Bei EuroMillions oder Euromillionen handelt es sich um eine europäische Mehrstaatenlotterie. Teilnehmen können Spieler aus Spanien, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Belgien, Irland, Luxemburg, Portugal, der Schweiz und Liechtenstein.

 

Das Prinzip ähnelt dem deutschen „Lotto 6 aus 49“, die Ziehungen finden jeweils dienstags und freitags in Paris statt. Das Mindestalter für das Spiel liegt bei 18 Jahren, einzige Ausnahme: Großbritannien. Hier darf schon ab 16 Jahren teilgenommen werden.

Nun gab die Gewinnerin von umgerechnet rund 1,4 Millionen Euro der Breakfast Show des Heart Senders in London ein Interview, in dem sie sich erstmals selbst zu ihrer Suchanzeige äußerte.

 

60.000 Pfund für Mr. Right

 

Rückblick: Während ihre Altersgenossen bei der Online-Suche nach Bekanntschaften auf Plattformen wie Tinder und Co. zurückgreifen, veröffentlichte Jane Park im November 2018 gleich eine eigens eingerichtete Website, um Mister Right zu finden. Der Vorteil:

Die 23-Jährige konnte sich sicher sein, außer Konkurrenz ins Rennen zu gehen und zur einfacheren Organisation konnten potentielle Boyfriends ihre Bewerbung gleich per Kontaktformular einreichen.

 

Park, die sich zuvor nach ihrer Liaison mit Ex-Footballer Jordan Piggot selbst als „fat and single“ beschrieben hatte, legte noch einen kleinen Bonus für den Traummann obendrauf: Eine jährliche Apanage von umgerechnet mehr als 68.000 Euro für denjenigen, der das Herz der jungen Frau aus Edinburgh gewinnen sollte.

 

Hilferuf zum Valentinstag

 

Tweet PR Manager Rob Cooper

PR Manager Cooper bat auf Twitter um Erbarmen (Quelle:twitter.com/@RobCooperPR)

Doch obwohl sich bereits binnen der ersten 24 Stunden über 10.000 Interessierte gemeldet hatten, scheint es nicht „geklickt“ zu haben: Anfang der Woche fragte Park ihre 26.000 Follower auf Twitter, warum sich eigentlich niemand für ihre Anschrift interessiere, schließlich erwarte sie ein paar Karten zum Valentinstag.

 

Ein Aufruf, der nicht ungehört blieb: Nur 24 Stunden nach Absetzen des Tweets bat Parks PR-Manager Rob Cooper die Fans um Gnade.

Er habe allein am Morgen 300 Anfragen zu Jane Park erhalten, etliche mit intimen Details der Absender. Man habe nun eine separate Email-Adresse für weitere Kontaktwünsche eingerichtet.

 

Zuschriften: 100.000 statt 100

 

Den Valentinstag verbrachte die 23-Jährige dann aber doch nicht mit einem Mann an ihrer Seite, sondern im Radiostudio, wo die Moderatoren ihr auf den Zahn fühlten. Park gab an, von der Resonanz auf ihre Webseite völlig überrascht worden zu sein. Ursprünglich wäre sie von rund 100 Zuschriften ausgegangen, mit über 100.000 habe sie nicht gerechnet.

 

Den Grund für die hohe Anzahl an Bewerbungen sieht die Lotteriegewinnerin nicht etwa in ihrer Person oder dem ausgeschriebenen Betrag von 60.000 Pfund Sterling im Jahr, sondern in der Darstellung der Situation durch die Boulevardmedien.

 

Durch die Berichterstattung hätten offenbar viele Leute den Eindruck gewonnen, es gäbe eine Art Wettbewerb, mokierte Park. Ständig erhalte sie Nachrichten, in denen sich Fremde auf das Geld bewürben, was natürlich völlig an der Sache vorbeigehe. Es sei nie um eine Art Wettkampf gegangen und dementsprechend könne es auch keinen Gewinner geben.

 

Zuwendungen sind zweckgebunden

 

Sie habe auch nicht vor, so Park, einen neuen Freund dafür zu bezahlen, mit ihr zusammen zu sein. Vielmehr ginge es darum, dass während der Beziehung nicht sie für die Ausgaben aufkommen müsse, die gemeinsame Dates und Anschaffungen mit sich brächten.

 

Auf die Frage, warum sie sich nicht, wie andere Leute auch, im realen Leben nach einem potenziellen Partner umschaue, antwortete Park, dass es einfach zu kompliziert sei. Ab dem Moment, in dem ihr Gegenüber sie als diejenige erkenne, die sie ist, sei die Hürde für ein normales Miteinander zu hoch:

Wenn man in so jungen Jahren wie ich zu einer so großen Summe Geld gelangt, kriechen die Leute aus ihren Löchern und man weiß einfach nicht, was ihre Absichten sind.

Warum genau eine jährliche Apanage in Höhe eines mehr als nur vorzeigbaren Gehalts nun die Spreu vom Weizen trennen sollte, ließ Park im Interview unbeantwortet. Interessierte dürften ihre Neugier aber möglicherweise dennoch bald befriedigt wissen: Gerüchten zufolge wird Jane Park bereits seit einigen Monaten vom Team einer Reality-Serie begleitet.