, 19.04.2021

Viele E-Sportler sind auf Twitch mit Streams ihrer Gaming-Sessions zu regelrechten Berühmtheiten geworden. Rekordhalter war dabei bislang der Fortnite-Spieler „Ninja“. Diesen hat nun der neuen Twitch-Kaiser Ludwig Ahgren mit einer Abonnentenzahl von mehr als 280.000 abgelöst, wie die Tageszeitung Der Standard am Sonntag berichtet hat.

 

Die Strategie des 25-jährigen US-Amerikaners war keineswegs das unterhaltsame Spielen, mit dem Fortnite-Star „Ninja“ auf eine Abonnentenzahl von 270.000 gekommen war, sondern vielmehr eine Art Reality Show. Ahgren ließ einfach die Kamera laufen, selbst im Schlaf, und fügte dem Dauerstreaming nach jedem neuen Abonnenten weitere Sendesekunden hinzu. Dieses Konzept ist als sogenannter „Subathon“ bekannt. Dabei bleiben die Streamer so lange live, wie neue Abonnenten hinzukommen.

Im Subathon geht es darum, innerhalb einer bestimmten Zeit so viele Abonnenten wie möglich zu gewinnen. Anders als reine Follower zahlen Abonnenten für die „Subscriptions“ (kurz: Subs) zwischen 4,99 EUR und 14,99 EUR im Monat. Davon geht rund die Hälfte an den abonnierten Streamer.

Insgesamt kam Ahgren so auf eine ununterbrochene Sendezeit von 30 Tagen, 7 Stunden und 36 Minuten.

 

Der Durchbruch mit Sleep Streaming und Co.

 

Das Leben vor der Kamera hat sich für Ahgren durchaus lukrativ gestaltet. Bereits nach den ersten 84 Stunden seines Live-Streamings soll er über 100.000 USD eingenommen haben.

 

Angefangen hatte die Twitch-Karriere Ahgrens ursprünglich mit dem Streaming Super Smash Bros. Unter anderem war er für Among Us und Call of Duty als Content Creator tätig. Nun jedoch lief vor der Kamera einfach der gesamte Alltag des Streamers, angefangen beim Essen über das Workout bis hin zum Schlafen im roten Rennauto-Bett. Im Schlaf berühmt werden, das überraschte sogar ihn selbst, wie er auf Twitter erklärte:

Ich bin letzte Nacht über dem Stream eingeschlafen und wurde zum meistgesehenen Streamer auf Twitch. Was zur Hölle ist das denn.

Sogar unter die Dusche durften ihn seine Follower begleiten. Allerdings blieb er dabei in Badehose, um nicht gegen die Nacktheits-Regeln von Twitch zu verstoßen. Lediglich der Toilettengang blieb von der Öffentlichkeit ausgeschlossen.