, March 13, 2018

NHL Computerspiel

Bei der NHL 18 wird der beste Eishockeyspieler gekürt. (Bild: blick.ch)

Die National Hockey League (NHL) in Nordamerika unternimmt erste Schritte, mit der EA SPORTS Hockey League den eSports Markt zu erobern. Wie jetzt bekannt wurde, veranstaltet die Liga dieses Jahr die „2018 NHL Gaming World Championship“, oder kurz NHL 18. Das große Finale soll noch diesen Sommer in Las Vegas stattfinden und ist mit 50.000 US-Dollar dotiert.

 

Die NHL 18 startet am 24. März und läuft für vier aufeinanderfolgende Wochenenden. Teilnehmen können Spieler aus Europa, den USA und Kanada. Das Turnier gliedert sich in drei Phasen und besteht zunächst aus der Online-Qualifikationsphase, die nach dem 1:1-K.O-Prinzip abläuft. Nach der Qualifikation folgen die Regionalfinals. Anschließend wird am 19. Juni das große Finalevent in der eSports Arena des Luxor Hotels in Las Vegas gespielt. Während der Qualifikation sind Xbox und PlayStation 4 zugelassen, in den darauffolgenden Runden hingegen nur noch die PS4.

 

Europa, USA und Kanada mit eigenen Events am Start

Um das Turnier realisieren zu können, hat sich die NHL drei ihrer internationalen Übertragungspartner ins Boot geholt. Mit der Hilfe von NBC Sports (USA), Sportsnet (Kanada) und Viasat (Schweden) sollen die einzelnen Phasen des Turniers gezeigt werden, während jeder Sender außerdem eine eigene Regionalmeisterschaft ausrichtet. Über die Online-Duelle qualifizieren sich die Spieler für ihren jeweiligen Landeswettkampf, bevor es im Sommer nach Las Vegas zum finalen Event geht.

 

Das Europafinale für alle qualifizierten Spieler findet am 6. Mai in den Viasat Studios in Stockholm statt. In Kanada werden die besten Spieler am 11. Mai in Toronto gekürt und in den USA ist es am 20. Mai in Connecticut soweit. Nach Las Vegas zum großen Finale fahren jeweils der Ländergewinner und der Zweitplatzierte. Das Abschluss-Event funktioniert nach dem Rundenprinzip und ermittelt die besten beiden Spieler aus den Länderfinals. Dem Gesamtsieger winken mehr als 50.000 Dollar, ein Pokal und ein Auftritt bei den NHL Awards in Vegas.

 

NHL 18 ist nur der Anfang

Keith Wachtel ist bei der NHL für Finanzen zuständig und zudem stellvertretender Vorsitzender der Abteilung für internationale Partnerschaften. Zum diesjährigen NHL eSports Turnier sagte er:

„Das ist unser erster Vorstoß in sogenanntes wettkampforientiertes Computerspielen. Wir freuen uns sehr darüber und haben bei dem Launch alles genau geplant. Für uns ist es noch eine Art Embryonalphase, die erste Stufe sozusagen. […] Unser Plan dabei war es, so inklusiv wie möglich zu sein. Das Turnier soll die Teilnahme an unserem Produkt steigern. Wir wollen alles so einfach wie möglich gestalten. Es ist eine Zeit, in der wir vieles ausprobieren, um den besten Weg zu finden.“

eSports auch zum Weltfrauentag ein Thema

eSports Kommentatorin Soe Gschwind-Penski

Soe Gschwind-Penski (Bild: twitter.com)

Am 8. März wurde rund um den Globus der Internationale Frauentag gefeiert und das auch in der iGaming und eSports Welt. So hat Kindred mit seiner Pokermarke Unibet ein eigenes Kartendeck herausgebracht, in dem die Dame einen höheren Spielwert hat als der König. „Queen Rules“-Poker wurde anschließend in Events in ganz Europa gespielt.

 

Overwatch Kommentatorin „Soembie“ erhält Todesdrohungen

Weniger erfreulich gestaltete sich der Internationale Frauentag für Soe Gschwind-Penski. Die Schweizerin wurde als Moderatorin und Kommentatorin für eSports Events bekannt und arbeitet bereits seit über 10 Jahren für die Firma Freaks 4U Gaming in Berlin. In den Sprachen Deutsch und Englisch begleitet sie Events wie The International oder BlizzCon. Unter ihrem Pseudonym „Soembie“ ist sie außerdem bei der Overwatch League dabei. Zum Frauentag postete sie auf Twitter den folgenden Beitrag:

„Das hier geht an alle Männer in unserem Leben, die uns unterstützt haben, uns eine Stimme gegeben haben, wenn wir keine hatten, unsere Ziele mitgetragen haben und uns so behandelt haben, wie jeder einen anderen behandeln sollte – wie ein Mitmensch, keine Rasse, kein Geschlecht.“

Für ihren Tweet zum Weltfrauentag sieht sich die 29-Jährige nun mit extremen Reaktionen konfrontiert. 20 Minuten nachdem sie ihren Post veröffentlicht hatte, hatte sie bereits Dutzende beleidigende Nachrichten und sogar Todesdrohungen erhalten. Von anderen Frauen wird ihr vorgeworfen, die Frauenbewegung nicht zu unterstützen und sich unterzuordnen. Gegen die Anfeindungen im Netz setzte sich die erfolgreiche Kommentatorin direkt zur Wehr und verteidigte ihren Post. Sie sei schockiert, dass ihr Dank derart missverstanden worden sei. Zwar sind Frauen in der eSports Branche – wie auch in der Glücksspielwelt – weniger häufig vertreten, doch mit Soe Gschwind-Penski und anderen weiblichen Stars nimmt die weibliche Beteiligung stetig zu.