, 14.02.2020

Die norwegische Glücksspielbehörde Lotteri-og stiftelsestilsynet (Lotteritilsynet) hat eine neue Kampagne für verantwortungsvolles Glücksspiel gestartet. Die Kampagne soll vor den Risiken des pathologischen Spielverhaltens warnen und Spieler dazu ermutigen, bei in Norwegen lizensierten Glücksspiel-Anbietern zu spielen.

 

Maßnahmenplan für 2019 bis 2021 festgelegt

 

Wie die Glücksspielbehörde in einer im Radio Nordkapp veröffentlichten Pressemitteilung erklärte, sei die Kampagne Teil des Aktionsplans der Regierung gegen die Glücksspielsucht, der für die Jahre 2019 bis 2021 festgelegt worden sei.

Nach Angaben der Regulierungsbehörde Lotteri-og stiftelsestilsynet (Lotteritilsynet) gebe es in Norwegen, einem Land mit restriktivem Glücksspiel-Monopol, derzeit 34.000 Menschen mit pathologischem Spielverhalten. Bei 88.000 Menschen soll es sich um Risikospieler handeln. Damit seien laut Lotteritilsynet Hunderttausende von Verwandten der Gefahr ausgesetzt, mit den Auswirkungen des Glücksspiels konfrontiert zu werden.

Die Kampagne habe nach Angabe der Glücksspielbehörde das Ziel, über die ernsthaften psychischen und finanziellen Konsequenzen aufzuklären, die nicht nur Spieler mit pathologischem Spielverhalten selbst, sondern auch deren Ehepartner, Kinder oder Freunde beträfen.

 

Die Leiterin von Lotteritilsynet, Gunn Merete Paulsen, gab zu Bedenken:

„Wenn man jeden um den Spieler herum hinzuzählt, auf den sich die Glücksspielsucht auswirkt, sind das eine Menge Menschen. Wir wollen zeigen, wie brutal und schmerzhaft Glücksspielsucht ist, aber auch, wie Menschen die beste Hilfe bekommen können.“

Neue Webseite im Zentrum der Kampagne

 

Zentraler Bestandteil der Kampagne ist die Internetseite hjelpelinjen.no [Seite auf Norwegisch], die fiktive Erfahrungsberichte präsentiert. Diese sollen allerdings auf realen Erlebnissen von pathologischen Spielern beruhen. Zudem finden Betroffene auf der Webseite die Telefonnummer einer Beratungsstelle.

 

Besonders risikobehaftet seien nach Angabe der Regulierungsbehörde Spieler, die in den Online Casinos nicht in Norwegen lizenzierter Anbieter spielen würden. Allerdings bestätigte die Leiterin der Regulierungsbehörde auch die Ergebnisse von Studien, nach denen sechs von zehn Norwegern nicht wüssten, welche Anbieter tatsächlich in Norwegen über eine Lizenz verfügten.

 

Die Kampagne soll nun das Bewusstsein der Bevölkerung für legale Anbieter schärfen. Im vergangenen Jahr wurde in Norwegen ein Verbot von Zahlungen an internationale Glücksspielanbieter erlassen. Angesichts der aktuellen Kampagne dürfte sich für diese auch in diesem Jahr nichts an den rigorosen Restriktionen des Glücksspielmarktes in Norwegen ändern.

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