, April 10, 2018

Pokerkarten und Pokerchips auf einem Tisch

Bei partypoker gelten ab jetzt Marcel Luskes Pokerregeln. (Bild: pexels.com)

Bei den partypoker LIVE Events gelten zukünftig die International Poker Rules (IPR) des niederländischen Pokerprofis Marcel Luske. Das neue Regelwerk löst die bisher geltenden Grundsätze der Tournament Director’s Association (TDA) ab. Bisher waren die TDA-Vorgaben für alle Pokerbelange ausschlaggebend. Sie stellten jedoch immer nur das Fundament dar, auf das jedes Casino sein eigenes Regelgerüst baute.

 

Unterschiede von Anbieter zu Anbieter

Marcel Luske als PokerStars Markenbotschafter

Marcel Luske für PokerStars (Bild: pokerstars.com)

Obwohl das Grundprinzip überall das gleiche ist, unterscheiden sich die exakten Pokerregeln von einem Casino oder Anbieter bzw. Veranstalter zum nächsten. So gelten leicht abweichende Regeln, je nachdem ob ein Spieler bei partypoker, PokerStars, 888, Unibet, der WSOP oder der WPT spielt. Hinzu kommt, dass sich nicht nur die einzelnen Poker Rooms in ihrem Regelwerk unterscheiden, sondern auch Abweichungen bestehen, je nachdem, ob landbasiert im Casino oder online gespielt wird.

 

Diesen Regel-Dschungel will Marcel Luske seit vielen Jahren beseitigen. Zu diesem Zweck hat er die International Poker Rules entwickelt, an denen er bereits seit rund zehn Jahren arbeitet. Seitdem werden die IPR bereits im Poker Room des Bellagios in Las Vegas sowie im Dusk Till Dawn Casino im britischen Nottingham, einer beliebten Location für Live Events, angewendet.

 

Partypoker verfolgt „Player first“-Konzept

Ein Grund für die Implementierung der IPA bei den nächsten partypoker Events ist die Tatsache, dass die Regeln aufgrund ihres Spielerfokusses und dem Außenvorlassen von Turnierleitung als besonders spielerfreundlich anzusehen sind. Diese Eigenschaft passe hervorragend zum Konzept des Unternehmens, so das partypoker Management. 2017 hat partypoker seinen großen Angriff auf die Vormachtstellung von PokerStars gestartet und kratzt seitdem ununterbrochen und sehr erfolgreich am Sockel von PokerStars‘ Thron. In Bezug auf seine Regeln erklärt Marcel Luske, der seit Juni 2017 bereits als Markenbotschafter für partypoker im Einsatz ist, das Konzept dahinter wie folgt:

„Die Spieler wissen am besten, was fair ist und was nicht und was funktioniert. Niemand will in eine Situation kommen, in der die Turnierleitung als letzte Instanz alle Entscheidungen trifft. Denn dann spielt man immer nur die zweite Geige hinter dem Stammgast, der immer so viel Trinkgeld gibt. Keine Turnierleitung würde in solchen Fällen gegen ihre besten Gäste entscheiden. Und dann müssen die Regeln glasklar sein, damit so etwas nicht passiert.“

Sollte partypoker seinen Siegeszug fortsetzen und der Erfolg der neuen partypoker MILLIONS Serie anhalten, dann stehen die Chancen gut, dass Marcel Luskes Regelwerk schon bald zum Vademecum des Pokerspiels wird.

 

IPR aus Sicht des Spielers geschrieben

Die IPR sollen so eindeutig und unmissverständlich sein wie nur möglich und keinen Interpretationsspielraum für Veranstalter mehr lassen. Marcel Luskes Regeln stellen den Spieler in den Vordergrund des Geschehens und reduzieren das Eingreifen von Turnierveranstaltern und Aufsehern auf das Nötigste. Der Niederländer betonte stets, bei der Ausarbeitung der Regeln aus Sicht des Spielers zu agieren. Laut Marcel Luske unterscheiden sich seine Regeln vor allem durch ihre Präzision und Unmissverständlichkeit von den Vorgaben der TDA. Die IPR zeichnen sich exemplarisch unter anderem durch die beiden folgenden Charakteristika aus:

Einsatz einer Bettting Line auf dem Pokertisch. Alle Chips, die sich jenseits der Linie befinden, gelten automatisch als gesetzt. Auf diese Weise entfallen Diskussionen darüber, ob ein Einsatz wirklich platziert wurde oder nicht.

 

Verbot des Herumlaufens, während Karten gedealt werden. Jeder Spieler muss, solange er sich noch im Spiel befindet, auf seinem Platz bleiben. Auf diese Weise soll ein Ausspähen verhindert werden.

 

Zusammen mit seinem Geschäftspartner Mathijs Jonkers hat Marcel Luske die IPR Webseite einer Generalüberholung unterzogen und das Projekt noch einmal in neuem Glanz aufgezogen. Mathijs Jonkers ist derzeit einer der erfolgreichsten niederländischen Pokerspieler und schaffte es zuletzt bis auf den dritten Platz im Main Event des WSOP 2017.

 

Marcel Luske im Rechtsstreit mit PokerStars

partypoker LIVE Logo

partypoker LIVE Logo (Bild: commons.wikimedia.org)

Vor seinem Engagement bei partypoker war Marcel Luske bereits bei PokerStars als Markenbotschafter und Turnierspieler unter Vertrag. Während dieser Zusammenarbeit ab dem Jahr 2009 waren die International Poker Rules ebenfalls ein zentrales Thema. Marcel Luske bot sein Regelwerk nicht nur PokerStars, sondern auch der European Poker Tour an, bei letzterer jedoch ohne Erfolg.

 

Nach Ende der Zusammenarbeit 2014 verwendete PokerStars eine mutmaßliche Kopie der IPR weiter, ohne Luske dabei zu berücksichtigen und ihm die vereinbarten Lizenzgebühren zu zahlen. Den folgenden Prozess wegen Urheberrechtsverletzung verlor der Niederländer vor Gericht. Einen schriftlichen Vertrag zwischen den beiden Parteien gab es nicht. PokerStars bestreitet, die IPR kopiert zu haben.

 

Marcel Luske gehört zur ersten Riege im Pokersport

Marcel Luske ist seit langen Jahren ein wichtiger und großer Name auf dem europäischen und internationalen Pokerparkett.Der 65-Jährige stammt aus dem niederländischen Amsterdam und ist seit 2003 hauptberuflich als Pokerspieler unterwegs. Im Laufe seiner Karriere konnte er ein Preisgeld aus Live Turnieren in Höhe von fast 5 Millionen US-Dollar auf sich vereinen. Er ist der beste Pokerspieler der Niederlande und führt die Gewinnliste seines Landes an.

 

Bekannt ist der „Flying Dutchman“ auch für seine edlen Outfits gepaart mit einer Sonnenbrille und Gesangseinlagen an den Pokertischen.

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