, 26.08.2020

Die British Horseracing Authority (BHA) hat einen 9-Punkte-Plan [Seite auf Englisch] zur Rettung des Pferdesports vorgelegt. In dem am Dienstag veröffentlichten Dokument schlägt die für die Regulierung des Pferderennsports zuständige Behörde eine Reihe von Maßnahmen vor, die der kriselnden Branche das Überleben sichern sollen.

 

Nach Willen der BHA sollen mithilfe des Plans zum einen Besitzer und Investoren langfristig an den Sport gebunden werden. Zum anderen solle die Öffentlichkeit wieder für den Pferdesport begeistert und zum Besuch der Bahnen animiert werden, sobald diese wieder für Zuschauer geöffnet seien.

Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie waren die britischen Rennbahnen am 18. März geschlossen worden. Im Zuge der Corona-Lockerungen ist es den Veranstaltern seit dem 1. Juni erlaubt, Rennen hinter geschlossenen Türen durchzuführen. Derzeit läuft zudem eine zweiwöchige Testphase, in der erstmals wieder Buchmacher an die Strecke dürfen, um den anwesenden Pferdebesitzern Wetten anzubieten.

Hauptbestandteil des Plans sei die baldmöglichste Wiederherstellung des regulären Rennbetriebs unter Einschluss der Fans. Umfangreiche Hygienemaßnahmen sollen dabei die Sicherheit der Anwesenden garantieren, so die BHA.

 

Gleichzeitig müsse die finanzielle Lage der Beteiligten verbessert werden. Dies könne durch Kostensenkungen im Rennbetrieb, eine Reform der Wettabgaben sowie höhere Preisgelder erreicht werden.

 

Darüber hinaus müssten die Vorbereitungen für die Saison 2021 zügig vollendet werden, damit alle Akteure ausreichende Planungssicherheit erhielten. Außerdem schlägt die BHA die Einrichtung eines neuen Fonds vor. Dieser könne dazu beitragen, die nachhaltige Erholung der Branche zu sichern.

 

Einbindung aller Beteiligten

Bei der Ausarbeitung des Plans kooperierte die BHA eng mit den Eigentümern der Pferde sowie mit den Organisatoren der Pferderennen. BHA-Chef Nick Rust betonte die hohe Bedeutung dieser Zusammenarbeit:

Es ist sehr wichtig, dass dieser Plan von Führungskräften aus allen Teilen der Rennsportbranche vereinbart wurde. Wir wissen aus der Art und Weise, wie wir uns auf die Wiederaufnahme der Rennen im Juni vorbereitet haben, dass die Zusammenarbeit funktioniert.

Die Verantwortlichen bei Pferdebesitzern und Veranstaltern stimmten Rust zu. Zudem erklärte Racecourse Association-Direktor David Armstrong, dass es nun darum gehe, nach vorne zu blicken.

 

Ebenso wie der Rennstrecken-Boss Charlie Liverton zeigte er sich hoffnungsvoll, dass der Plan dazu beitragen werde, die Zukunft des Pferdesports in Großbritannien langfristig zu sichern.