, 23.11.2021

Der Glücksspiel-Anbieter PokerStars UK hat eine neue Kampagne gestartet, um bei der Suche nach vermissten Personen zu helfen. PokerStars kooperiere dazu mit der britischen Wohltätigkeitsorganisation Missing People, teilte der Mutterkonzern Flutter Entertainment am Montag in einer Pressemeldung mit.

 

Flutter selbst hatte im Juni dieses Jahres seine 12-monatige Partnerschaft mit der Organisation angekündigt. Der Glücksspiel-Riese sicherte Missing People dabei unter anderem eine Spende von 150.000 GBP zu.

 

Die Unterstützung von PokerStars bestehe nun insbesondere darin, dass das Unternehmen auf die Arbeit der Wohltätigkeitsorganisation aufmerksam machen werde. Vor allem das von dem Poker-Betreiber gelaunchte Werbevideo solle dazu beitragen [Video auf Englisch]:

 

 

Am Donnerstag habe PokerStars den Clip zum ersten Mal vor Publikum gespielt. Besucher des Hippodrome Casinos hätten das emotionale Video im Rahmen der von PokerStars veranstalteten Mega Series auf einer Großleinwand zu sehen bekommen.

 

Darüber hinaus habe PokerStars ein Kampagnen-spezifisches Kartendeck produziert. Auf den Karten für König, Dame und Bube seien Fotos von aktuell vermissten Personen gedruckt worden. Unter den Bildern befinde sich die Telefonhotline von Missing People.

 

Besucher des Casinos hätten das Kartendeck als Geschenk erhalten. Auch bei den künftigen Live-Events von PokerStars sollen die Karten zum Einsatz kommen.

Laut der Organisation Missing People werden jedes Jahr 170.000 Menschen in Großbritannien als vermisst gemeldet, knapp 72.000 davon sind Kinder. Von den vermissten Erwachsenen seien 63 % jüngere Männer.

 

Unter den Kindern würden am häufigsten jene als vermisst gemeldet, die sich in Heimen und Pflegeeinrichtungen befänden (knapp 1 von 10 Kindern; zum Vergleich: 1 von 200 Kindern, die in ihrer Familie aufwüchsen).

 

Von den vermissten Erwachsenen würden knapp 75 % innerhalb der ersten 24 Stunden gefunden. Bei den Kindern liege der Anteil bei 80 %. Als dauerhaft vermisst (länger als ein Jahr) gälten aktuell in Großbritannien knapp 5.300 Personen, davon 1.700 Kinder.

Eine emotionale Veranstaltung

Unter den Casino-Besuchern am Donnerstag hätten sich zudem nicht nur Mitarbeiter von Missing People befunden, sondern auch Betroffene. Eine Familie habe dabei ihre Geschichte mit den Zuhörern geteilt. Die Veranstaltung sei somit insgesamt sehr emotional gewesen.

 

Die Organisation Missing People sei Flutter und PokerStars sehr dankbar für die Veranstaltung und das Engagement, heißt es weiter im Statement. Missing-People-CEO Jo Youle, kommentiert:

Missing People ist sehr froh, die Chance zu erhalten, mit Flutter zusammenzuarbeiten, um eine erwachsene Zuschauerschaft zu erreichen, bei denen ein großes Risiko besteht, dass sie als vermisst gemeldet werden, und zwar Männer zwischen 18 und 39 Jahren. Über die Partnerschaft können wir auf Personen aufmerksam machen, die vermisst werden.

Den betroffenen Familien bedeute es sehr viel, dass man sich für sie einsetze, so Joule weiter. Flutter und Missing People hofften daher, dass ihre gemeinsame Arbeit Früchte tragen werde und voneinander getrennte Familien und Freunde wieder vereint würden.

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