Freitag, 30. September 2022

Las Vegas Sands Corp. streicht Pläne für japanische Casinos

Marina Bay Sands Hotel|Marina Bay Sands Hotel

Der US-amerikanische Casino-Betreiber Las Vegas Sands Corp. hat seine Pläne für eine Expansion in den japanischen Markt gestrichen. Wie das Nachrichtenportal Bloomberg (Link auf Englisch) berichtet, gebe das Unternehmen seine Bemühungen um den Bau eines integrierten Casino-Resorts (IR) aufgrund von regulatorischen Hürden auf.

Japans Regierung hatte im Jahre 2018 die Lizenzvergabe für Casino-Resorts mit dem Ziel beschlossen, den Tourismus in dem Land auszubauen und damit Investoren aus der ganzen Welt angelockt.

In Japan war der Bau der Casino-Resorts zuletzt umstritten. Laut Umfragen sei die Unterstützung für die Projekte in der Bevölkerung gesunken. Kritiker befürchten vor allem eine zunehmende Ausbreitung der Spielsucht in dem 122-Millionen-Einwohner-Land, in dem allein der Wert der Pachinko-Industrie auf 192 Milliarden US-Dollar (ca. 177 Milliarden Euro) geschätzt wird.

Die Las Vegas Sands Corp., die bereits in der asiatischen Glücksspielmetropole Macau aktiv ist, hatte Investitionen von bis zu 10 Milliarden US-Dollar (ca. 9,22 Milliarden Euro) in Aussicht gestellt.

Lizenzlaufzeiten ungenügend

Laut Bloomberg nähmen die Lizenzbedingungen für den Bau der Casino-Resorts solch restriktive Formen an, dass sich die Las Vegas Sands Corp. zum Rückzug von den Japan-Plänen entschlossen habe.

So sollen die Lizenzen für die Casino-Resorts vorerst lediglich für 10 Jahre gelten. In Anbetracht einer möglichen Bauzeit von 5 Jahren und einer Investitionshöhe von 10 Milliarden US-Dollar sei zweifelhaft, ob der Konzern in so kurzer Zeit profitabel operieren könne.

In einer heute veröffentlichten Pressemitteilung der Las Vegas Sands Corp. sagte CEO Sheldon Adelson, dass ein Casino-Projekt unter diesen Umständen nicht möglich sei:

„Und während meine positiven Gefühle für Japan unvermindert sind, und ich glaube, dass das Land vom Geschäfts- und Freizeittourismus eines integrierten Resorts profitieren würde, haben die Rahmenbedingungen für die Entwicklung eines IR unsere Ziele dort unerreichbar gemacht.“

Dass der Bau von Casino-Resorts in Japan vermutlich kein problemloses Unterfangen werden wird, hatten zuletzt auch die Sands-Konkurrenten Caesars Entertainment und Wynn Resorts feststellen müssen. Nach anfänglichen Bemühungen um japanische Casino-Lizenzen strichen beide Unternehmen ihre Japan-Expansionspläne ebenfalls.